Thema: Klimawandel: Finanzhilfen - 03/2020

Aus Tansania Information
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Einen Überblick über die 23 größeren Klima-Fonds gibt „www.climatefondsupdate. org“. Tansania erhielt bis dato etwa $ 250 Mill. u.a. von

  • Green Climate Fund (www.greenclimatefund)
  • Global Environment Facility / Least Developed Countries Fund (www.thegef.org)
  • Klimafonds für Kleine Landwirte
  • UN-REDD-Programm (gegen Entwaldung und für Aufforstung – www.un-redd.org)

Äthiopien, Kenia und Tansania schlossen sich zusammen, um gemeinsam ihre Forderungen zu Anpassungsmaßnahmen gegenüber der UN-Klimarahmenkonvention UNFCCC vorzubringen. Vizepräsidentin Suluhu forderte die Industrieländer auf, ihre Zusage bei der UN-Klima-Rahmenkonvention einzuhalten, jährlich $ 100 Mrd. für Klimaschutz aufzubringen. Ferner müssten auch die afrikanischen Empfängerländer von Klima-Anpassungsleistungen ihre Anpassungsmaßnahmen zunehmend selbst finanzieren.

Einige Zusagen unterschiedlicher Geber aus jüngerer Zeit:

  • Die Weltbank finanziert die Konsolidierung des Msimbazi-Tals in Dar es Salaam. Der Fluss soll kanalisiert, die Ufer terrassiert werden. Im Überschwemmungsbereich soll ein Freizeitpark entstehen.
  • Die EU hat seit 2008 durch die Globale Klima-Allianz GCCA+ 80 klimabezogene Projekte in Ostafrika mit € 800 Mill. unterstützt.
  • Die deutsche KfW und der Green Climate Fund fördern ein Klima-Resilienz-Projekt in der Simiyu-Region, das 880.000 Personen mit Trinkwasser versorgen soll (€ 169 Mill.).
  • Frankreich kooperiert mit der Sokoine Landwirtschaftsuniversität und gewährt Stipendien für Lehrpersonal, um sich in Klimafragen fortzubilden.
  • Italien gibt € 2 Mill. für Klimaschutz und setzt seine Zusammenarbeit bei der Behandlung von Feststoff-Müll fort
  • USAID organisierte Kurse zu klimagerechter Landwirtschaft von amerikanischen Universitätslehrern für tansanische Fachleute in Morogoro und auf Sansibar.
  • Norwegen finanziert mit seinem „Anpassungsprogramm für Klima-Dienste“ die zweite Phase des "Nationalen Rahmenplans für klimabezogene Dienste“ NFCS. Er soll zuverlässige Wettervorhersagen, frühzeitige Warnungen vor Katastrophen und langfristige Klimaprognosen ermöglichen.
  • Die Hadza-Gemeinschaften in den Distrikten Kiteto, Mbulu (beide Manyara-Region) und Tanganyika (Katavi) erhalten über die Organisationen „Carbon Tanzania“ und REDD (Reduktion von Treibhausgasen) Gelder für Nahrungsmittel, Schulkosten und Krankenbehandlung. Bedingung ist, dass sie weder Bäume fällen noch Rodungen oder Felder anlegen. Traditionell leben die Wahadza vom Jagen und Sammeln. Gravierende Probleme entstehen allerdings trotzdem durch von außen eindringende Wilderer und Siedler.
  • Das Forum CC und weitere NROs forderten die Regierung auf, offizielle Leitlinien zu entwickeln, die es klimaorientierten NROs erlauben, ihre Aktivitäten mit Geldern aus internationalen Klima-Fonds zu finanzieren.

Citizen 22.08.; 06.09.18; 21.05.19; 23.02.20; DN 25.04.17; 07.,08.,14.10.19; Guardian 24.04.; 27.08.; 19.09.18; 28.03.; 05.10.19; 12., 19.02.20; Climate Action Network Tanzania; www.gfcs-climate.org/Norway_2