Gesundheitswesen ‐ 05/2022

Aus Tansania Information
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Neuaufstellung des Zentralen Medizinalhandels

Präsidentin Samia besetzte die neue Leitung des Zentralen Medizinalhandelsunternehmens MSD mit Personen aus der Privatwirtschaft. Der von ihrem Vorgänger Magufuli ernannte bisherige Direktor Generalmajor Mhidze wurde durch Mavere Tukai (vormals bei der US-amerikanischen USAID) und Rosemarie Slaa (vormals bei den Wirtschaftsprüfern von PricewaterhouseCoopers) als Aufsichtsratsvorsitzende ersetzt. Die Arbeitsweise von MSD war im Bericht des Rechnungsprüfungshofs heftig kritisiert worden. Laut Bericht waren TSh 14 Mrd. (€ 570.000) für wichtige Medikamente ein Jahr lang auf Konten der MSD blockiert, während den von MSD abhängigen Krankenhäusern die eingeplanten Medikamente fehlten. Laut Rechnungshof lieferte MSD nur ein Drittel der Medikamente auf seiner Liste. Die Präsidentin hatte besonders empfindlich auf die Unzulänglichkeiten reagiert, weil MSD seit 2019 als Lieferant für Krankenhäuser in 16 Staaten der Entwicklungsgemeinschaft im Südlichen Afrika anerkannt wurde.

Citizen 15.04.22, CGTN 24.04.22

Korruption im Medizinalhandel?

Der CCM-Abgeordnete von Maswa (Region Mwanza), Stanslaus Nyongo, kritisierte Machenschaften führender Beamter des staatlichen Gesundheitssystems, die große Verluste verursachen. Demnach würden leitende Ärzte oder regionale Leiter der Behörde für Medizinalbedarf absichtlich Bedarfsmeldungen für Medikamente verzögern, um dann mit der Begründung einer Notlage die Sondergenehmigung zum Einkauf auf dem freien Markt zu erhalten. Hierbei komme es dann zu korrupten Absprachen mit den Händlern.

Mwananchi 20.04.22