Flugplätze, Fluggesellschaften, Flugpreise - 02/2008

Aus Tansania Information
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Arusha

Die Renovierung des Arusha Airport im Stadtteil Kisongo, ca. 50 km vom Kilimanjaro International Airport (KIA) entfernt, ist abgeschlossen. Die Precision Air bietet nun Direktflüge nach Dar-es-Salaam sowie über Dar nach Sansibar an. Wegen Renovierungsarbeiten war der Betrieb vor fast zwei Jahren eingestellt worden. Es gibt nun eine 1,6 km lange Landebahn und ein neues Hauptgebäude. (Arusha Times 22.9.07)

Dar-es-Salaam

Mitarbeiter des Julius Nyerere Airport wurden davor gewarnt, bei der Kontrolle der Passagiere unterschiedlich vorzugehen. Achtet man auf die Hautfarbe der Reisenden, könnte das dazu führen, dass Terroristen und Diebe ins Land kommen. (Guardian 4.12.07)

Dodoma

Der Flugplatz von Dodoma soll Landebahn-Beleuchtung bekommen, damit auch nachts Flugzeuge landen können.

Man untersuchte Ausbaumöglichkeiten, stellte aber fest, dass sie sehr kostspielig wären, weil Infrastruktur und Häuser weichen müssten. Deshalb begutachtete die Capital Development Authority (DCA, Behörde für die Entwicklung der Hauptstadt), unterstützt von der National Airports Authority (TAA), im Stadtteil Msalato ein neues Gelände für einen internationalen Flugplatz, auf dem auch eine Boeing 737 landen kann.

Die TAA wird den bisherigen Flugplatz auch weiterhin instand halten. (DN 14.8.07; Guardian 14.8.07; Citizen 14.8.07)

Kilimanjaro-Region

Der Regional Comissioner (RC) der Kilimanjaro-Region zollte der Swissport Tanzania Lob für vorzügliche Abwicklung am und vorbildliche Leitung des Kilimanjaro International Airport (KIA): Er sagte, es gebe in den Regionen Nordtansanias zwar große Möglichkeiten für die Produktion von Gartenprodukten. Aber den KIA flögen keine Frachtmaschinen an. Deshalb sei man auf die Nachbarländer angewiesen. In den Kühlräumen der Swissport Tanzania könnten 128 t Blumen und Früchte gelagert werden; bisher habe man aber max. 15 t aufbewahrt. Die Passagierflugzeuge haben nicht genug Raum für verderbliche Ware. Der RC ersuchte die Regierung, mit den Fluggesellschaften zu kooperieren und so zu erreichen, dass Frachtmaschinen vom KIA Waren abholen. (DN 11.1.08)

Mafia

Die Regierung plant, den Flugplatz der Insel Mafia zu verbessern. Der erste Bauabschnitt wurde von der Weltbank finanziert. Nach Vollendung des zweiten können Maschinen für 72 Passagiere landen. (Guardian 7.12.07)

Mbeya

Weil Mittel der Geber zur Verfügung stehen, will man nun im letzten Bauabschnitt die Landebahn des Songwe International Airport, 25 km von Mbeya entfernt, teeren und andere Infrastruktur fertigstellen. Man erwartet, dieser Flugplatz werde die Wirtschaft des Südlichen Hochlandes fördern und ein Tor zum Markt des südlichen Afrika sein. (DN 16.10.07)

Sansibar

Das Wachstum des Zanzibar International Airport (ZIA) von 9 % ist das höchste in Afrika südlich der Sahara. 8.000 Menschen sind dort direkt, 40.000 indirekt angestellt. Aber es heißt, der ZIA sei einer der schlechtesten der Erde, beschädige das Image Sansibars als Touris-tenziel und stürze die Gewürzinsel in wirtschaftliche Not. Die Behörden sollten sich mit den Fehlern und Nachlässigkeiten, die Touristen und andere Reisende irritieren, befassen, mit Korruption, Überhöhung der Abgaben, Diebstahl, Bürokratie, Verspätungen, Unehrlichkeiten, schmutzigen Toiletten und mangelhaften Airconditionern, denn dafür werden keine Devisen benötigt. Oft müssen die Passagiere beim Einsteigen in glühender Hitze oder im Regen Schlange stehen; wahllos werden für das Visum entweder 50 US$ oder 50 € verlangt, der Flugplatz ist meistens überfüllt. Viele Touristen kommen folglich einmal und nie wieder. Leider bringen sie ihre Unzufriedenheit erst nach der Abreise über Internet zum Ausdruck. Das erschwert die Untersuchung der Korruptionsfälle. "Der Flugplatz, für 250 Passagiere gebaut; dient nun der vierfachen Menge", sagte der Direktor der zivilen Luftfahrt. (Guardian 3.12.07; Citizen 20.12.07)

Singida

Der Regional Commissioner (RC) der Region lud die Fluggesellschaften ein, den nun sanierten Flugplatz von Singida anzufliegen. Maschinen für 18-20 Personen könnten hier landen. Nutzt man diesen Flugplatz richtig, werde die wirtschaftliche Entwicklung der Region angekurbelt. Der Transport sei für sie ein ernstzunehmendes Problem. Der RC übergab dem Flugplatz einen 7.000 l Wasser fassenden Feuerlöscher. Will man ihn richtig nutzen, benötigt man 23 Quellen. Die Stadt Singida hat jedoch nur zwei funktionierende. (DN 13.1.08; Observer 20.1.08)

Sumbawanga

Die Regierung plant, den Sumbawanga Airport (Rukwa-Region), den einzigen der Region, bis Mai 09 auszubauen. Maschinen für 72 Passagiere sollen dann landen können. Seit Jahren ist der Zustand des Flugplatzes beklagenswert, eine Gefahr für die Passagiere. Die Landebahn, bish. geschottert, will man teeren. (DN 7.1.08)

Air Tanzania Company Ltd. (ATCL)

Im Haushalt 06/07 wurden 13mrd/- TSh bereitgestellt, damit die ATCL wieder in die Hände von Tansaniern übergehen, ins Geschäft kommen und sich von den South African Airways vollständig lösen könne. Um den verlorenen Ruhm zurück zu gewinnen, plant die ATCL, neue Passagierflugzeuge zu kaufen und die Zahl der Flüge zu erhöhen. Sie verwendet wieder ihre alten Farben und Insignien, die Giraffe, Tansanias Wappentier. 30 Jahre rühmte man die ATCL als eine der sichersten Luftlinien. (DN 1.8.07; Guardian 1.10.07)

1.500 Pilger, die mit der ATCL nach Mekka fliegen wollten, blieben z. T. bis zu zehn Tage am Julius Nyerere Airport hängen. Wer länger als 24 Stunden warten muss, sollte eigentlich in einem angemessenen Hotel untergebracht werden. Aber die ATCL unternahm nichts. Viele kamen von weither und konnten sich kein Hotelzimmer leisten.

Die Regierung mietete ein Flugzeug der Yemen Air, damit alle Pilger rechtzeitig zurückkehren könnten. Saudi Arabien gewährte ihnen eine Aufenthaltsverlängerung von zehn Tagen. Präsident Kikwete sagte, die Pilger sollten aus dem Missgeschick lernen, ihre Reise schon sechs Monate vor Antritt planen. Er danke Gott, dass die Pilger die Hadsch-Rituale erfolgreich durchführen konnten.

Ein ATCL-Verantwortungsträger sagte, die ATCL werde sich nicht mehr um die Logistik der Hadsch kümmern, die Pilger jedoch weiterhin mit ihren Maschinen ins Heilige Land bringen. Dinge wie Landemöglichkeiten müssten er-fahrene Agenten übernehmen. Die Regierung werde zwei große Maschinen leasen, ehe sie 2012 eigene Flugzeuge kaufe. (DN 21.12.07/ 1./4.1.08; Citizen 20.12.07)

Air Uganda

Die Air Uganda wird nun viermal pro Woche einen Flug Entebbe-KIA-Dar anbieten. Das werde den Tourismus und die Beziehungen zwischen Uganda und Tansania fördern, sagte ein Direktor der Air Uganda. Man werde auch andere Gebiete der Region anfliegen. Die Air Uganda gehört, wie Air Mali und Air Burkina, zur Celestair Group, die Eigentum des Aga Khan Fund for Economic Development (AKFED) ist.

Die Air Uganda ist die 15. Fluglinie, die Tansania anfliegt. (Guardian 10.12.07)

Community Airlines

Die Community Airlines ist Tansanias erste Billigfluglinie. Ihr Firmenchef sagte, man werde zwei Boeing 737 und zwei Turbopropellermaschinen ein-setzen, Preise anbieten, die sich die Tansanier leisten können. Die Firma plant auch, Busverbindung zwischen dem Julius Nyerere International Airport und dem Stadtzentrum von Dar-es-Salaam und seiner Umgebung anzubieten, vor allem nachts. Weil Reisen in die Regionen Mbeya und Ruvuma problematisch sind, wollen die Community Airlines auch Orte anfliegen, die bisher nicht bedient werden. (EastAfrican 11.9.07)

Flugpreise

Das Flugwesen Tansanias ist teurer als das Kenias und Ugandas. Ein Rückflug Dar-Mwanza kostet pro Person 300 US$, ein Rückflug Dubai-Dar 455 bis 530 US$. Klar, dass das ein Wachstum des Tourismus behindert. Höchste Zeit für eine Untersuchung aller Faktoren, die schuld daran sind, dass unser Flugwesen in der Region nicht konkurrieren kann. (Citizen 13.12.07)