Eisenbahn und Telekommunikation - 09/2013

Aus Tansania Information
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Tansania-Zambia-Railways (TAZARA)

Obwohl die Beschäftigten nach einem Streik die Arbeit wieder aufnahmen, sind die Schwierigkeiten dieser Bahnlinie noch lange nicht überwunden. Die Behörde teilte mit, dass es einige Zeit und mindestens TSh 52 Mrd (EUR 23 Mill.) brauche, bis man die Gewinnzone erreicht habe. Unzureichende Infrastruktur führe zu Ineffektivität, geringen Einnahmen und damit zu Zahlungsschwierigkeiten und Streiks der Belegschaft. Um Gewinn zu machen, müssten mindestens 650.000 Tonnen pro Jahr transportiert werden, allerdings sei im besten Jahr (2011/12) erst 330.000 Tonnen Transportleistung erreicht worden. Wegen des veralteten Materials dauere es zurzeit etwa 10 bis 21 Tage, um einen Waggon nach Sambia zu bringen. Unter günstigen Umständen sei das in 5 Tagen zu schaffen. Nur sechs neue Lokomotiven, kürzlich aus China erworben, funktionierten normal, alle anderen müssten alle 500 km repariert werden, wo sie doch Tausende von Kilometern laufen sollten. Wegen dieser unzureichenden Infrastruktur entstünde ein monatlicher Verlust von 1,6 Mrd TSh. Der Transportminister bemerkte, der miserable Zustand der Bahnlinie resultiere aus schwachem Management und der Unfähigkeit zu harten Entscheidungen.(Guardian, 10.09.13)

Neue Lokomotiven und Waggons für das tansanische Bahnnetz

Die Regierung hat für acht Lokomotiven und 13 Waggons die Hälfte des Kaufpreises angezahlt. Die Ausrüstung wird von einer amerikanischen Firma in Südafrika produziert und soll im August 2014 ausgeliefert werden und dann die Situation im Eisenbahn-Sektor merklich entspannen. Auch der Bau von drei neuen LKW-Waagen in Vigwaza, Manyoni und Nyakanazi soll die Verkehrsstaus reduzieren. Die modernen Kontrolleinrichtungen ersetzen 15 Bisherige, die inzwischen veraltet sind. (DN, 29.10.13)

Tansanias Glasfaser-Telekommunikationsnetz interessiert Nachbarländer

Bei der “Africa Capacity Conference 2013" in Dar es Salaam erklärte der Marketing-Manager der tansanischen Telekommunikationsgesellschaft (TTCL): Nachbarländer wie Mozambique, Uganda und Kenya interessieren sich für einen Anschluss an das tansanische Glasfasernetz. Dieses “Breitband-backbone”.ist an das ostafrikanische Unter-wasser-Kabelnetz angeschlossen. Mittelfristig soll so ein afrikanisches Internet-Zentrum entstehen und den bisherigen Umweg über Europa überflüssig machen. Die Konferenz wurde von 460 Telekommunikationsgesellschaften besucht. (Guardian, 19.10.13)