East African Community (EAC) - 09/2013

Aus Tansania Information
Wechseln zu: Navigation, Suche

Beitrittsprozess für Südsudan

Ein Sprecher des Generalsekretärs der EAC, Dr. R. Sezibera, teilte mit, dass Beitrittsverhandlungen auf hoher Ebene ab 7. November in Arusha stattfinden. Entsprechend einer Direktive des Ministerrats der EAC wird eine Regierungsdelegation der Republik Südsudan zusammen mit Vertretern der Mitgliedsstaaten Ruanda, Kenya, Uganda, Burundi und Tansania Regeln und Verfahren des Beitrittsprozesses formulieren. Für diesen sind drei Phasen vorgesehen: Vereinbarungen auf technischer, Staats-sekretärs- und Minister-Ebene. Der Beitritt Südsudans soll den Weg für den Beitritt Nordsudans (Hauptstadt Karthum) zur EAC ebnen. Dieser war bisher daran gescheitert, dass keine gemeinsame Grenze zu den übrigen Mitgliedsstaaten existierte. (Arusha Times, 26.10.13)

Bedeutung des Swahili

Die Kiswahili Commission soll ihre Zentrale auf Sansibar haben. Ihre Aufgabe wird sein, die Swahili-Sprache und -Kultur in Ostafrika und darüber hinaus zu entwickeln, dafür zu sorgen, dass sie in der EAC als Kommunikationsmedium gefördert wird, zur Verwendung auf allen Ebenen der Bildung zu ermutigen, Ratschläge in Bezug auf Swahili-Forschung zu geben, die Lehrpläne zu erneuern, die Terminologie zu standardisieren.

Die tansanische Regierung hofft, dass Tansanier die Chance bekommen, in den Ländern der EAC Swahli zu unterrichten. Ein Minister sagte, Swahili sei das wichtigste Identifikationsmittel der Menschen Ostafrikas, vor allem der Tansanier, auf das sie stolz sein könnten. Er hoffe, Swahili werde die linqua franca in der EAC werden. (DN 19.10./2./4.11.12: New Times 29.10.12)

Die hypermoderne Zentrale der EAC in Arusha wurde mit 52mrd/- TSh von Deutschland unterstützt. (Guardian 29.11.12)

Nach der Einführung des Gemeinsamen Marktes der EAC und weil die Länder der EAC Swahili zu offiziellen Sprache machten, beschlossen Ruanda und Burundi, Swahili-Unterricht einzuführen. Deshalb wurden etwa 1.000 tansanische Lehrkräfte eingestellt, um Swahili auf unterschiedlichen Ebenen in Ruanda und Burundi zu unterrichten. (DN 7.3.13)

Polizei-Zusammenarbei

Die Eastern African Police Chiefs Cooperation Organization (EAPCCO) bestätigte, man sei daran interessiert, dass die Polizei in Ostafrika gemeinsam Übungen macht, Informationen austauscht und die grenzüberschreitende Kooperation verstärkt. Deshalb müssten die ugandischen Polizisten Swahili-Unterricht erhalten, damit sie gemeinsam mit tansanischen und kenianischen Polizisten trainieren können. (DN 16.1.13)

Kunst- und Kultur-Fest

In Kigali, der Hauptstadt Ruandas, fand vom 11. bis 18 Februar erstmalig ein Arts and Culture Festival, Jamafest genannt, statt. Sein Thema ist ‘Integration vertiefen durch Kultur und kreative Unternehmungen’. Das Fest soll die kulturelle Einheit in der Verschiedenheit zeigen und Kunst und Kreativität fördern. Auf lange Sicht wird es dem Kultur-Tourismus nützen. Jedes zweite Jahr soll reihum in den Ländern der EAC ein solches Fest organisiert werden. Es ist ein idealer Platz für die heimischen Künstler, ihre Talente zu zeigen, ihre Kunstwerke auszustellen und zu verkaufen. Man erwartet traditionelle Tanzgruppen, Schnitzer, z.B. Makonde mit Ebenholzschnitzereien, Musikdarbietungen, Theatervorführungen, Speisen und Getränke, Kunstausstellungen, Workshops und Symposien an mehr als fünf Orten im Land. Die Künstler müssen für Reise und Unterbringung selbst aufkommen.

Die tansanischen Künstler äußerten, man hätte sie wesentlich früher informieren sollen. Die Präsidentin der Performing Arts Federation sagte, es sei sehr wichtig, dass die Teilnehmenden zusammenkommen und besprechen, was sie möglichst bald vorbereiten können. Aus Tansania kommen 120, aus Kenia 180 Teilnehmende, 300 haben sich angemeldet. (DN 8./9.1./3.2.13; Guardian 7.2.13; Arusha Times 9.2.13)

Mit Hilfe einer Kommunikationsstrategie will das East African Cooperation Ministry die Bevölkerung über das Potenzial regionaler Integration informieren. Untersuchungen zufolge wissen die meisten Ostafrikaner weder viel über über den Integrationsprozess der EAC, noch über seine Chancen. Es fehlt am Interesse an dieser Organisation, vor allem bei der Landbevölkerung. Burundi hat etwa 1.000 freie Stellen für Swahili-Lehrkräfte, aber die Tansanier haben diese Möglichkeit noch nicht wahrgenommen. (Guardian 1.3.13)

Zusammenarbeit EAC - EU und andere

Die dänische Regierung forderte die EAC auf, sich mit der EU über die Economic Partnership Agreements (EPAs) zu einigen. Davon profitierten beide Teile und “ es würde helfen, die Region in den globalen Markt zu integrieren”, betonte die dänische Premierministerin. Dänemark sei ein sehr entschiedener Unterstützer regionaler Integration. (Guardian 11.3.13)

EU, USA, Japan und andere Geber sagten 7,4 Mill. USD für den aktuellen Haushalt der EAC zu. Deren Generalsekretär, Dr. Richard Sezibera, erläuterte, dass die EAC derzeit ihre vierte Entwicklungsstrategie durchführe, d.h. volle Umsetzung des Gemeinsamen Marktes, Einführung der EAC-Währungsunion und eine solide Grundlegung für eine politische Föderation. Vorher waren bereits gefördert worden: Gesundheitswesen, Übereinkunft für Reisefreiheit von Personen, Große Freihandelszone (COMESA - EAC - SADC), Erleichterte Grenzkontrollen (One-Stop-Border-Posts). (DN, 30.10.13)

Integration technischer Systeme

EAC wünscht, dass die Partnerländer viel in die Rehabilitierung und den Ausbau der Eisenbahnsysteme investieren, denn diese sind preisgünstiger als der Transport über die Straße. Die unfallträchtigen, eben erst reparierten, und die neuen Straßen würden dann länger halten. (Citizen 3.5.13)

Die EAC plant, den Bau der Stromleitung Singida - Arusha - Nairobi zu beschleunigen. Das sei nötig, damit Tansania auch mit den anderen Partnern der EAC verbunden werden kann. Bisher ist Tansania nur mit Uganda verbunden, nämlich über das Gebiet von Bukoba (Kagera-Region). Über Namanga hat Tansania Zugang zur Stromversorgung Kenias. EAC und EU unterzeichneten ein Abkommen zur Finanzierung einer Stromtrasse zwischen Ruanda und Burundi. Sie gehört zu einem laufenden multinationalen Projekt mit dem Ziel, Kenia, Uganda, Ruanda und Burundi mit dem Kongo zu verbinden. (Arusha Times 18.5.13)