Bevölkerungszahl, Bevölkerungswachstum, Bevölkerungsdichte - 06/2013

Aus Tansania Information
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Das National Bureau of Statistics gab als Ergebnis der Volkzählung 2012 bekannt:

Einwohnerzahl: 44.929.002, Festland: 43.626.434, Sansibar: 1.303.560.

(Ergebnis der Volkszählung 1967: 12.212.054)

Bevölkerungswachstum; 2,6 %. 2002 betrug es 2,9 %.

Vergleichszahlen: Burundi: 2,3 %; Kenia: 2,7 %; Ruanda: 2,96 %; Uganda: 3,2 %.

Beobachter äußerten, der Rückgang des Bevölkerungswachstums zeige, dass sich die wirtschaftliche Lage in den entscheidenden Produktionssegmenten verbesserte, vor allem die der Frauen; sie seien nun besser ausgebildet. Auch die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und die Verwendung von Methoden der Familienplanung hätten diese Entwicklung begünstigt.

Präsident Kikwete fordert, die Tansanier sollten Familienplanung durchführen; andernfalls sehe die Zukunft düster aus. Hält das Bevölkerungswachstum an, belaste es die sozialen Dienste, die Infrastruktur und das Wohlbefinden der Gesellschaft.

Premierminister Pinda sagte, die Regierung werde strenge Maßnahmen ergreifen, um den steilen Anstieg der Bevölkerungszahl zu stoppen. Die Tansanier sollten eine vernünftige Anzahl von Kindern in die Welt setzen, nur so viele, wie sie versorgen können. Die Auffassung, viele Kinder seien ein Zeichen für Ruhm und Reichtum, sei abzulehnen, betonte er. Auch die Bevölkerungsdichte in gewissen Gebieten sei alarmierend. In Dar-es-Salaam lebten 3.133 Menschen auf 1 km², der landesweite Durchschnitt liege bei 51 Einwohner pro 1 km².

Das Ministerium für Bodenrecht, Hausbau, Besiedlung will die Errichtung von Wohnhochhäusern fördern.

27 % der Frauen verwenden moderne Methoden der Familienplanung, 35 % traditionelle und die üblichen. Der Regierung liegt viel daran, dass die Frauen Zugang zu Angeboten der Familienplanung erhalten.

Marie Stopes Tanzania (MST) forderte die Abgeordneten auf, die Zuteilung von Haushaltsmitteln für Familienplanung zu unterstützen, um Armut und Müttersterblichkeit zu reduzieren. Im Augenblick tragen die Geber 76 %, die Regierung übernimmt den Rest. Die MST-Direktorin für Tansania betonte, die Abgeordneten müssten die für Familienplanung vorgesehenen Haushaltsmittel unterstützen, um sicherzustellen, dass genug Verhütungsmittel zur Verfügung stehen und auch abgelegene Gebiete erreicht werden.Momentan bekommen nur 27 % der Frauen die entsprechenden Hilfsmittel.

Im Juli 2012 besuchte Kikwete den Familienplanungsgipfel in London. Im Haushaltsplan 2013/14 wurden erstmalig Mittel für Familienplanung vorgesehen. Auch die Partner sollen um Unterstützung gebeten werden. (DN 1./2.1./6./8./14./28,4.13; Guardian 1.1./9.4.13; Citizen 1.1./5./10.4.13)