Aus einer Erklärung des Tanzania Christian Forum (TCF) vom 10.3.13 - 06/2013

Aus Tansania Information
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Wichtige Punkte der Stellungnahme:

Das TCF erkennt in der Anzahl der radikalen Übergriffe eine systematische Verfolgung von Christen in Tansania. Die Verursacher dieser Gewalt seien jedoch eine kleine Gruppe von Muslimen; die Mehrzahl der Muslime Tansanias verurteilten diese Gewalt gegen Christen und deren Einrichtungen.

In der Streitfrage des Schlachtens erinnern die Bischöfe daran, dass ähnliche Spannungen zur Amtszeit von Staatspräsident Mwinyi geschlichtet wurden, und bedauern, dass die gegenwärtige Regierung keine eindeutige Stellung bezieht. Sie fordern, dass das Schlachten sowohl von Christen als auch Muslimen gemäß Verfassung § 19 gestattet bleiben muss.

Was die Brandanschläge auf Kirchen und (Mord) Anschläge auf Geistliche, sowie die beständige Bedrohung von Christen anbelangt, verwahren sich die Bischöfe dagegen, es gebe einen Plan, der die Vorherrschaft der Christen gegenüber den Muslimen verfolgt. Vielmehr zögere die Regierung zu sehr, gegen die Angriffe und Bedrohungen vorzugehen .

Die Bischöfe fordern von der Regierung, gemäß §12 und § 13 der Verfassung für die Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen ohne Ansehen der Person zu sorgen. Falls die gegenwärtige Regierung dies nicht leisten will, habe sie keine Legitimation, sich um eine weitere Periode der Führung des Landes zu bewerben. Falls die Regierung nicht gegen die Übergriffe auf Christen vorgehe, müsse die Kirche ihren Gläubigen deutlich machen, dass diese eine Religion bevorzuge; die Kirche werde ihr Verhältnis zu dieser Regierung überdenken.

Insbesondere müsse die Regierung die Christen auf Sansibar schützen.

Falls die Regierung nicht handle, werde die Kirche die Weltöffentlichkeit darüber informieren, dass man in Tansania das Recht der Menschen auf freie Religionsausübung verletzt, und Christen verfolgt werden.

Die öffentlichen Medien sollten in ihrer Berichterstattung ausgewogen sein und von jeglicher Scharfmacherei absehen.

Die Kirche bekräftigt, dass die beste Waffe der Christen dieser Zeit Gebet und Fasten sind. Die 177 teilnehmenden Bischöfe des Treffens rufen zu Gebet und Fasten vom 24. bis 30.3.13 auf.

Unterschrieben ist die Erklärung von den Vorsitzenden des Christian Council of Tanzania (CCT), der Tanzania Episcopal Conference (TEC) und der Pentecostal Churches in Tanzania.

<Zusammenfassung von Pfarrer Manfred Scheckenbach, Tansaniareferent von Mission EineWelt> (Msema Kweli 24.3.13)