Aktuelles: Kirchen - Schulen - 02/2019

Aus Tansania Information
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Kirchen / Religionen und Staat

Innenminister K. Lugola forderte bei einer Konferenz des Interreligiösen Friedenskomitees Dar-Es-Salaam die Geistlichen auf, unentwegt Frieden und Einigkeit zu predigen. Die Einheit des Landes sei gefährdet durch aufwieglerische Parolen, Korruption und moralischen Verfall. Die besonders regierungsfreundliche Geistliche G. Lwakatare (Kirche vom Feurigen Berg) forderte ihre Kollegen auf, nicht nur geistliche Traditionen zu pflegen, sondern die Gläubigen zu aktivem Handeln in Wirtschaft und Politik zu motivieren.

Bischof A.N. Shao der katholischen Diözese Sansibar rief die Tansanier auf, die Anstrengungen anzuerkennen, die die Fünfte Regierung unternimmt, die Nation umzuformen. Die laufenden Reformen seien lobenswert, weil sie die Armut verringerten. Zugleich müssten Korruption, Steuerhinterziehung, sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Kinder weiter bekämpft werden.

Der lutherische Bischof A. Kinyunyu betonte in Dodoma, Präsident Magufuli tue sein Bestes, um Frieden im Land zu bewahren. Dies sollten auch die Gläubigen tun und damit Entwicklung und soziale Dienste ermöglichen.

Der katholische Bischof von Bunda, Mara-Region R. Mkwande sprach sich in seiner Weihnachtspredigt gegen Homosexualität, Kinderehen und Familienplanung aus. Solche Praktiken seien weder mit Gottes Willen noch mit den geltenden Gesetzen vereinbar.

Zum 70-jährigen Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte reflektierten Vertreter des Islamrats BAKWATA, des Christenrats CCT und der katholischen Bischofskonferenz TEC über den speziellen Beitrag der Religionen zur Wahrung der Grundrechte. Sie unterstrichen die Verantwortung der Religionsführer, furchtlos die Wahrheit zu sagen, wenn etwas schief läuft und mit Hilfe des Heiligen Geistes die Rechte der Menschen gegen die zu verteidigen, die sich besondere Rechte herausnehmen. Als wichtige Problemfelder stellten die Delegierten heraus:

  • Willkürliches Töten von Menschen
  • Missbrauch und Misshandlung von Kindern
  • Absichtliche Übertretung von Gesetzen, die die Rechte Einzelner schützen

Ein TEC-Delegierter drängte seine Kollegen, nach Wegen zu suchen, wie sie den politischen Führungskräften ihrer Glaubensrichtung helfen könnten.

Citizen 26.12.18; DN 26.,30.12.18; Mtanzania 12.12.18

Schulen

In Dar-Es-Salaam bestanden 64.861 Kinder (92%) die Abschlussprüfung der Grundschule. Von ihnen finden aber 31.092 zunächst keinen Platz in einer weiterführenden Sekundarschule, wo 622 Klassenräume fehlen. Dennoch ordnete der Regionalchef an, dass alle Berechtigten ihre Schule besuchen müssen, auch wenn die Normalklassenstärke von 50 Kindern überschritten wird.

Die Arusha-Region will zehn neue Sekundarschulen bauen, um die vielen neuen Schüler/innen unterzubringen. Allein in Arusha-Stadt fehlen 207 Sekundarschul-Klassenzimmer. In den Distrikten Arusha, Arumeru, Meru und Monduli wird in zwei Schichten unterrichtet. Die Region zählt 33.035 neue Sekundarschüler.

34.000 Schüler/innen der 2. Sekundarklasse auf Sansibar konnten ihr Jahresexamen nicht ablegen, weil Prüfungsunterlagen vorzeitig bekannt wurden. Nach den Schuldigen, die zusätzliche Kosten von TZS 200 Mill. verursachten, wird gefahndet.

Das Arusha Technical College zählt 3.390 Studierende, darunter 671 weibliche. Hauptproblem seien fehlende Unterkünfte auf dem Schulgelände. 65% der Studierenden wohnen privat. Immer wieder werden Studierende auf dem Nachhause-Weg von kriminellen Banden angegriffen.

Citizen 08.,09.01.19; DN 05.12.18; Guardian 21.01.19; Mwananchi 07.01.19