Zum Luftverkehr - 12/2011

Aus Tansania Information
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Flughäfen

Arusha Airport: Hier wurden bisher nur Inland- und Charterflüge abgefertigt. Demnächst sollen auch Flugzeuge aus den Nachbarländern landen können, weil man den Tourismus in Nordtansania fördern will. Noch reicht der Platz nicht für größere Flugzeuge.

Mehr als 80 % der Touristen wollen nach Arusha kommen. Viele fliegen am liebsten mit kleineren Flugzeugen vom Arusha Airport aus in die Nationalparks.

Im Augenblick werden am Arusha Airport pro Jahr durchschnittlich 100.000 Reisende abgefertigt; am KIA sind es 300.000. Er ist etwa 60 km entfernt. Beide Flugplätze leiden unter dem riesigen Jomo Kenyatta International Airport (JKIA) in Nairobi. Er ist von Arusha knapp 250 km entfernt. (DN 8.6.11; Arusha Times 8.6.11)

Kilimanjaro International Airport (KIA): Die KIA Development Company (Kadco), Betreiberin des KIA, wird den Flugplatz mit 51mrd/- TSh sanieren. 50 % des Betrags sind Darlehen, 50 % Zuwendungen. Seit Kadco 1999 den Betrieb übernahm, stiegen die Einnahmen von 600m/- TSh auf 1mrd/- TSh. Kadco ist auch bemüht, größere Luftgesellschaften zu gewinnen. Im Augenblick fliegen Precision Air, KLM, Rwanda Air, Congo Air, Ethiopian Airlines und Flight 540 den KIA an. (Citizen 1.11.11)

Air Tanzania Company Ltd. (ATCL)

Am 1.11.11 nahm die ATCL nach einigen Jahren Stillstand den Betrieb wieder auf. Etwa neun Monate war sie ganz außer Betrieb.

Mit der Ausbildung der Angestellten im College am Julius Nyerere International Airport (JNIA) in Dar-es-Salaam wurden Mitarbeiter, die nun im Ruhestand sind, betraut. Es wäre unvernünftig, eine Verschwendung von Fähigkeiten und Erfahrungen, das nicht zu tun, sagte Paul Chizi, amtierender Generaldirektor.

Die DASH 8-300 wurde nach einer umfassenden Wartung in Südafrika nach Tansania zurückgebracht. Sie hat Platz für 500 Passagiere. Die zweite Maschine wird z. Zt. noch in Tansania gewartet. In Notfällen wird die ATCL ein Flugzeug der Jetlink Company in Kenia leasen.

Die Tanzania Civil Aviation Authority (TCAA) verlieh der ATCL das Zertifikat für Luftverkehr. 2008 hatte sie es nicht erhalten, durfte deshalb nicht außerhalb Tansanias fliegen.

Die Regierung wird alle Schulden der ATCL begleichen, damit sie ihren Betrieb verbessern kann. Sie suche einen Partner, berichtete der Stellvertretende Transportminister, um für Reisende aus dem In- und Ausland optimalen Service anbieten zu können.

Im Finanzjahr 10/11 stellte die Regierung für die ATCL 16,7mrd/- TSh bereit; auch weiterhin wird sie die Gehälter der Angestellten bezahlen und Investoren für den Luftverkehr suchen.

Seit 1.11.11 fliegt die ATCL täglich die Hauptstädte der Regionen Tabora und Kigoma an. Der Abflug in Dar-es-Salaam war 7.00 Uhr, die Ankunft in Kigoma 9.30 Uhr.

Der Regional Commissioner der Kigoma-Region sagte, die ATCL-Flüge würden die Wirtschaft der Region verbessern.

Die Einwohner der vier nahe bei Tansania gelegenen Provinzen Burundis sind erfreut, dass die ATCL nun Kigoma anfliegt, denn für sie ist es leicht, dorthin zu kommen. Nur 40 Minuten fahre man von Makamba nach Kigoma; nach Bujumbura seien es 170 km, berichtete der Gouverneur der Makamba-Provinz. "Ich werde den Burundiern sagen, dass die ATCL nun nach Makamba fliegt, denn es ist sehr leicht aus unserem Gebiet hierher zu kommen", betonte er.

Der amtierende Generaldirektor der ATCL rief alle Tansanier auf, die Fluglinie der Nation zu unterstützen, sich für sie zu entscheiden.

Ein Verantwortungsträger sagte, die ATCL solle Flüge nach Dodoma erwägen. Dort gebe es viele Interessenten. Ein ATCL-Direktor erwiderte, man wolle Dodoma anfliegen, sobald die ATCL mehr Flugzeuge habe.

Der amtierende Generaldirektor berichtete, man plane, während der nächsten Monate vier Flugzeuge zu erwerben, einige für Inland-, andere für längere Flüge.

Viele Passagiere des ersten Fluges beglückwünschten die ATCL und baten, man möge sicherstellten, dass die Fluggesellschaft der Nation zum Wohl der Wirtschaft Tansanias und als Objekt des Stolzes optimiert wird.

ATCLs Rivalen sind Precision Air, Fly540, Jet Link, Safari Plus, Kenia Airways, Rwanda Air und Uganda Air. (DN 19./22.9./17./31.10./ 2.11.11; Guardian 19.9./17.10./ 1./2.11.11; Citizen 21./.11.11)

Umleitung von Nairobi zum KIA

Große Flugzeuge, die am Jomo Kenyatta International Airport (JKIA) in Nairobi landen sollten, wurden am 2. November zum KIA umgeleitet. Es verbreitete sich das Gerücht, die Ursache seien Warnungen vor der Terrorgruppe Al-Shabaab. Sie hatte angeblich mehrere Bombenanschläge auf die kenianische Hauptstadt durchführt, nachdem Kenia kürzlich gegen Al-Shabaab vorging. Ein KIA-Mitarbeiter aber erklärte, die Ursache seien ungünstige Wetterverhältnisse in Nairobi gewesen. (DN 4.11.11; Arusha Times 12.11.11)