Umwelt & Tourismus ‐ 05/2022

Aus Tansania Information
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Nationalparks nicht feuerfest

Im Bericht des Rechnungshofs kam die Nationalparkbehörde TANAPA unter starke Kritik. Der Leiter des Rechnungshofs Charles Kichere hatte das Großfeuer am Kilimandscharo unter die Lupe genommen. Im Jahr 2020 hatte ein sechstägiges Feuer am Berg 97 Quadratkilometer des Naturparks verwüstet. Kichere stellte fest, dass trotz mehrerer Großfeuer in der Vergangenheit die Parkverwaltung weder Geräte zur Feuerbekämpfung besaß noch irgendwelche Pläne dafür erstellt hatte. Auch gebe es beim Personal niemand, der eine Ausbildung oder Schulung zur Feuerbekämpfung erhalten hatte. Kichere empfahl die Beschaffung von modernem Gerät, den Einsatz von Satelliten zur Überwachung des Schutzgebietes und die Schaffung einer Einheit, die für Katastrophenfälle geschult ist.

Guardian 21.04.22

The Royal Tour

Im April wurde in Los Angeles, New York und Arusha der Film “Tanzania – The Royal Tour” uraufgeführt. In diesem einstündigen Streifen führt Präsidentin Samia Suluhu Hassan den Betrachter zu den Sehenswürdigkeiten Tansanias, angefangen von ihrer Heimat Sansibar bis zu den Nationalparks auf dem Festland, den Edelsteinschürfern bei Mererani und blickt auf die Kultur des Landes. Samia erklärte ihr Engagement für den Film als Werbung für den Tourismus Tansanias. “The Royal Tour” ist eine Reiseserie, die der amerikanische Journalist Peter Greenberg seit mehreren Jahren produziert. In jeder Folge stellt ein Staatsoberhaupt oder Regierungschef sein Land vor. Bisherige Folgen produzierte er mit König Abdullah über Jordanien, mit den Premierministern Clark und Netanyahu über Neuseeland und Israel, und den Präsidenten Calderon und Kagame über Mexiko und Ruanda. Als Präsidentin Samia wenige Monate nach ihrem Amtsantritt auf eine Anfrage Greenbergs positiv einging und mit ihrer Rundreise für die Aufnahmen begann, wurde dies in Teilen der Öffentlichkeit und der sozialen Medien belächelt oder als “unpräsidentielles” Verhalten kritisiert. Kritisiert wurden unter anderem die Kosten der Dreharbeiten, die Inanspruchnahme des Präsidentenamtes für “imperialistische Profitmacherei” und Zeitverschwendung angesichts dringender nationaler Probleme.

Die Uraufführungen fand ein breites Interesse in allen Medien. Neben den kritischen Stimmen in den sozialen Netzen gab es jetzt hier auch viele Worte der Anerkennung.

Die Präsidentin wies in ihrer Rede bei der Premiere in Arusha darauf hin, dass für die Produktion des Films und seine Promotion in den USA kein Steuergeld verwandt worden sei. Alle Kosten seien durch Spenden aus der tansanischen Tourismuswirtschaft bestritten worden. Die Präsidentin reiste auch nicht mit einer gecharterten Maschine der Air Tanzania in die USA, sondern mit einem Linienflug von Qatar Airways.

Citizen 28.04.22, Jamiiforums April 2022, Mwananchi 28.04.22

Schwarzarbeit im Tourismus

Das Ministerium für Naturschätze und Tourismus macht sich Sorgen um nicht registrierte Betriebe im Bereich Tourismus. In erster Linie handelt es sich um Beherbergungsbetriebe. Aus dem Bericht geht nicht hervor, ob dabei auch an internetvermittelte Privatunterkünfte wie AirBnB gedacht wird. Im vergangenen Jahr wurden auch 12 nicht registrierte Betriebe entdeckt, die für Besucher Touren in Nationalparks verkauft hatten. Das Ministerium macht sich Sorgen, dass nicht registrierte Betriebe mangelhafte Dienstleistungen anbieten und Kunden betrügen können, was dem Ruf des Landes als Reiseziel schaden kann.

Citizen 16.04.22