Umwelt, Tourismus - 07/2021

Aus Tansania Information
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Holzsammlerinnen werden illegale Holzfäller

Im Kilimandscharo-Nationalpark ist Anwohnern das Sammeln von Brennholz im Parkgelände gestattet.

Diese Arbeit wird traditionell durch Frauen ausgeführt. Die Parkbehörde macht sich Sorgen, dass zunehmend auch Frischholz geschlagen wird. Das Sammeln von Totholz am Rande des Parks wird zunehmend schwieriger, da dieses weithin bereits abgesammelt ist. Eine Sammlerin wurde von der Zeitung Guardian befragt und gab an, dass sie früher für 50 Stück Holz nur eine halbe Stunde benötigte, aber mittlerweile tief in den Park hineingehen muss und so zwei Stunden für die Brennholzsuche benötigt. Laut Nationalparkbehörde werden zunehmend Sammlerinnen mit frisch geschnittenem Holz angetroffen. Wenn es sich nur um kleine Mengen handelt, würden die Frauen belehrt und verwarnt. Wer mit größeren Mengen angetroffen wird, werde festgenommen und der Polizei übergeben. Das komme verstärkt um Feiertage wie Weihnachten und Konfirmation vor, wenn das Holz auch für den Verkauf gesammelt wird. Die Parkbehörde führt in den 92 Dörfern am Rande des Parks vermehrt öffentliche Informationsveranstaltungen durch

Guardian 03.06.21

Wildereibilanz

Organisatoren festgenommen worden, darunter auch die als „Elfenbeinkönigin“ berüchtigte chinesische Geschäftsfrau Yang Fenglan. Man arbeite weiter an der Ausbildung der Ranger und der Polizei, um die Anklagen gegen Wilderer gerichtsfest zu machen.

Guardian 09. + 27.06.21

Elefanten verwüsten Felder

Im Distrikt Igunga der Region Tabora haben Elefanten rund 27 Hektar Ackerflächen verwüstet, die mit Mais, Hirse und Reis bestellt waren. 50 Familien sind jetzt auf Nahrungsmittelunterstützung angewiesen. Im nahen Unyambiuwald leben etwa 800 Elefanten. Die Distriktsverwaltung rief die Einwohner auf, die Tiere nicht zu reizen. Das Problem liege darin begründet, dass zu viele Häuser und Äcker zu dicht an den Schutzgebieten angelegt würden. Die Wildschutzranger seien angefordert worden, die Tiere wieder zurück ins Reservat zu bringen.

Guardian 10.06.21

Inlandstourismus

Angesichts des Einbruchs der internationalen Touristenzahlen setzt die Nationalparkbehörde TANAPA verstärkt auf Inlandsbesucher, die einen Teil der Einnahmeausfälle wettmachen sollen. Ende Juni wurde eine größere Frauengruppe der anglikanischen Diözese von Dar es Salaam im Serengeti Nationalpark empfangen. Anfang Juni hatten mehr als 130 lutherische Pfarrer aus Dar es Salaam den Ngorongorokrater besucht. Im Hotel auf dem Kraterrand waren sie seit einer Woche die ersten Besucher gewesen.

Guardian 28.06.21

Heiliger, scheinheiliger und unheiliger Lärm

Kneipen, Diskos, Kirchen und Moscheen sollen leise werden. 8 Minister der tansanischen Regierung haben sich verabredet, gegen Lärm in Wohngebieten vorzugehen, der von religiösen Gebäuden und Einrichtungen des Freizeitvergnügens ausgeht. Tansania hat eine Lärmschutzverordnung, die Höchstgrenzen festlegt. Die Zeitung Nipashe kommentiert, dass offenkundig Schmiergelder mit im Spiele sind, wenn trotz regierungsamtlicher Ankündigungen nichts gegen Lärmverursacher unternommen wird. Besonders gestraft sind Anwohner, deren Häuser zwischen Diskotheken und Kirchen gelegen sind, in denen regelmäßig offenkundig schwerhörige Dämonen bis zum Morgengrauen ausgetrieben werden; auch in zahlreichen Moscheen werden nächtliche Gebetssitzungen (z.B. im Ramadan um die Nacht der Bestimmung oder den Geburtstag des Propheten) gerne mit erheblicher Lautsprecherunterstützung durchgeführt.

Nipashe 01.07.21