Sansibar ‐ 03/2023: Unterschied zwischen den Versionen

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(kein Unterschied)

Aktuelle Version vom 11. März 2023, 17:24 Uhr

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Austausch politischer Artigkeiten

Die an der nationalen Einheitsregierung Sansibars beteiligte Oppositionspartei ACT-Wazalendo ist dafür, die Feindseligkeiten in der Politik aufzugeben. Dieser Stil sei eine Gefahr für Sansibar, erklärte jetzt der ACT-Vorsitzende Juma Duni Haji anlässlich der Vorstellung des Wahlprogramms seiner Partei für die kommenden Wahlen im Jahr 2025. An der Veranstaltung nahmen auch eingeladene Vertreter der Regierungspartei CCM sowie von Religionsgemeinschaften und zivilgesellschaftlicher Vereinigungen teil.

Haji sagte, dass seine Partei weiterhin die Regierung kritisieren und sich für eine neue Verfassung einsetzen werde. Wenn sie 2025 die Mehrheit auf den Inseln erringen, solle ein neues Sansibar entstehen, in dem alle ihr Recht erhalten und Wirtschaftspolitik bessere Lebensbedingungen für alle Menschen schafft.

Der Parteiführer Zitto Kabwe erinnerte daran, dass Vertreter seiner Partei auf Sansibar verprügelt wurden und nun mit körperlichen Behinderungen leben müssten, dass man sich jetzt aber dennoch mit allen Seiten zusammensetzen und verständigen müsse.

Der Vertreter des Parteivorstandes der sansibarischen CCM dankte für die Einladung und sagte, dass eine Partei durch ihr Erscheinen ihre politische Reife unter Beweis stelle. Er gratulierte der ACT zu ihrer Veranstaltung und führte aus, dass die Bevölkerung Ruhe und Frieden wolle. Deshalb müssten die Parteien die Bürgerrechte respektieren. Die CCM sei bereit, sich kritisieren zu lassen. Vertreter der verschiedenen Parteien müssten sich gegenseitig tolerieren.

Citizen 26.02.2023, Nipashe 26.02.2022

Tourismus erholt

Der Tourismus Sansibars hat sich nach dem Covidtief wieder erholt. Die Zahl der Besucher war mit 548.000 im Jahr 2022 etwas höher als die 534.000 im Jahr 2019. Der stärkste Besuchermonat war der Dezember mit 66.720 Einreisen, was etwas höher als die 61,388 im August war. Im Januar 2023 kamen bereits 68.813 internationale Gäste an. Dabei hätten Italiener die bisher führenden Polen und Ukrainer als stärkste Gruppe abgelöst.

Laut sansibarischem Tourismusminister war die seinerzeitige Entscheidung gegen eine Schließung des Landes während der Epidemie entscheidend dafür, dass der Tourismussektor nie ganz zum Erliegen kam. Das habe in internationalen Medien zwar auch negative Meldungen über Sansibar zur Folge gehabt, zugleich aber die Bekanntheit der Inseln als Reiseziel verbessert.

Citizen 26. 02. 2023

Puppenalarm

Im Gebiet der Stadt Sansibar erließ Distriktskommissar Rashid Msakara jetzt ein Verbot von Schaufensterpuppen auf den Gehwegen vor den Geschäften. Die vielen kleinen Textilgeschäfte haben in der Regel keine großen Schaufenster, in denen sich Puppen aufstellen lassen. In einem Videobericht war jetzt der höchste Regierungsbeamte des Distrikts Sansibar-Stadt zu sehen, wie er einen Ladenbesitzer anwies, sofort seine Puppen vom Bürgersteig zu entfernen, da sie mit unanständigen Kleidern angezogen seien. Ab sofort sei dies jetzt in der gesamten Stadtregion verboten. Es habe Beschwerden von Eltern gegeben, die um das sittliche Wohl ihrer Kinder besorgt sein, die auf dem Schulweg an diesem Anblick vorbeigehen müssen. Der Kaufmann dürfe die Puppen gerne innerhalb des Ladens aufstellen, aber nicht öffentlich sichtbar. Die fraglichen Puppen trugen Minikleider, die teilweise auch einen Blick auf Plastikbusen erlaubten. In einem Interview erklärte Msakara, es ginge ihm um die Bewahrung der Kultur des Landes.

Mwananchi 16.02.2023