Sansibar: Vereidigung des Präsidenten, der Vizepräsidenten, der Abgeordneten - 12/2010

Aus Tansania Information
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bei der Wahl am 31. Oktober stimmten 50,1 % der Wähler für Shein (CCM), 49,1 % für Seif Sharif Hamad (CUF). Er akzeptierte seine Niederlage.

Bei der Nachwahl siegten drei Kandidaten der CUF, in einem der Kandidat der CCM.

Tausende Singende und Tanzende füllten das in den Farben der CCM und der CUF geschmückte Stadion, als Dr. Ali Mohamed Shein vereidigt wurde. Er sagte: "Wir sind alle im State House, wir alle haben gesiegt." Er dankte der Partei, dem Wahlkampfteam und Präsident Kikwete für sein Engagement beim CCM-CUF-Dialog. Auch Karume, dem bisherigen Präsidenten, und Hamad dankte er für ihren Einsatz für Frieden und Stabilität auf den Inseln nach der politischen Versöhnung. <Siehe Tans,-Inf. 12/09 S. 5> Der nun herrschende Friede sei ein Ergebnis der Versöhnung zwischen CCM und CUF.

Der Stellvertretende Kadhi von Sansibar, ein Pfarrer der anglikanischen Kirche und der katholische Bischof bekamen 15 Minuten Zeit, für ihre Gebete für Sheins Erfolg, für Frieden und Stabilität.

Hamad wurde von Shein als erster Vizepräsident und Seif Ali Idd als zweiter Vizepräsident vereidigt. Im System Government of National Unity (GNU) schlägt die CUF den ersten Vizepräsidenten vor, die CCM den zweiten.

Abgeordnete des Zanzibar House of Representatives: CCM 45, CUF 33. Sie wählten Ameir Kificho erneut zum Parlamentspräsidenten.

Beide Parteien teilen sich die Ministerposten proportional.

Seif Sharif Hamad, meistens Maalim Seif genannt, war Mitglied der CCM, in Sansibar Erziehungsminister, CCM-Sekretär für Planung und Chief Minister. Vor 22 Jahren wurde er von diesem Posten vertrieben. Als Tansania 1992 das Mehrparteiensystem einführte, gründete er zusammen mit anderen CCM-Mitgliedern die CUF. Seif Ali Idd war Stellvertretende Außenminister. Ein CUF-Verantwortungsträger sagte, die CUF werde Opposition bleiben, obwohl sie Teil der GNU sei. Die Aufgabe der GNU sei nicht, die Opposition zu schwächen, sondern die anhaltenden Spannungen zu beenden. "Aber Opposition heißt nicht unbedingt, gegen alles zu kämpfen, was die Regierung vorschlägt", betonte er. (DN 4./10./15./16.11.10; Citizen 10.11.10; Guardian 4./10./17.11.10; Daily Nation 3.11.10)