Regenerative Energie - 01/2006

Aus Tansania Information
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Daniel Yona, Minister für Energie und Bodenschätze, rief zur Nutzung erneuerbarer Energie auf. Nutzt man für das Trocknen, Kochen, Mahlen, Pumpen, für Transport und Kommunikation moderne Formen der Energie, sei das ein wichtiger Beitrag für den Kampf gegen die Armut, sagte er bei einem zweitägigen von der Tanzania Traditional Energy and Environment Development Organisation (TaTEDO) organisierten Treffen, an dem erstmalig Vertreter der EC, der EU-Mitgliedsländer, der Weltbank, des privaten Sektors und internationaler Organisationen teilnahmen. (Guardian 24.6.05)

Windräder

Eine dänische Organisation untersuchte im Same-Distrikt (Kilimanjaro-Region), in Karatu (Arusha-Region), südöstlich von Dar-es-Salaam und südöstlich von Mtwara, ob die Windgeschwindigkeit ausreiche, um mit Hlfe von Windrädern Strom zu erzeugen, der ins landesweite Netz eingespeist werden könnte. Die Windenergie sei preisgünstiger als die anderen Energiequellen, heißt es. Man dürfe sich nicht auf Wasserkraft allein verlassen, weil der Wasserspiegel der Stauseen sehr schwanke. (DN 5.9.05)

Jatropha-Bio-Diesel

<Vergl. 12/03 S. 5> Aus den Nüssen des Jatropha-Baumes (jatropha curcas) stellt Diligent Tansania in Kooperation mit Dutch Diligent Energy Systems umweltfreundlichen Bio-Diesel her. Bis 2007 soll eine Fabrik entstehen. In den Regionen Arusha und Manyara lehrt man Kleinbauern bereits, was für die Gewinnung der Jatropha-Nüsse wichtig ist. Man bietet ihnen Beratung an, wenn sie der Firma ihre Nüsse verkaufen. Diese hofft, dass auf 10.000 ha Land Jatropha-Bäume gepflanzt werden, denn sie benötigt 100 t Nüsse, weil sie pro Jahr 1,5 Mio. l Öl produzieren will. Eine Gruppe von Landwirten aus Uganda bat Diligent Tanzania um Informationen. Man sei begeistert von der Möglichkeit, aus den Nüssen des Jatropha-Baumes Bio-Diesel zu gewinnen. (DN 16.9.05)

Holzabfälle

Seit in Dar-es-Salaam zum Kochen immer öfter Sägemehl und Holzabfälle verwendet werden, ging der Verbrauch von Holzkohle zurück. Eine Holzkohle-Händlerin berichtete, pro Tag verkaufe sie statt bisher drei Säcken jetzt nur noch zwei. (Guardian 13.9.05)