Prüfungen in den unterschiedlichen Schulen - 06/2012

Aus Tansania Information
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Betrügerei

Der Stellvertretende Minister für Erziehung und berufliche Bildung sagte, der Betrug bei Prüfungen sei eine nationale Katastrophe. Die Regierung zeige Erbarmen, indem sie eine Wiederholung der Prüfung erlaube. Leiter von Schulen, in denen betrogen wurde, will man degradieren; die Lehrkräfte hätten sich für Aufgaben bei Beaufsichtigung oder Korrektur disqualifiziert. Privaten Schulen werde die Lizenz entzogen. (DN 12.4.12)

Abschluss der Primarschule

278.377 Mädchen und 289.190 Jungen, unter ihnen 355 mit einer Behinderung, legten die Primarschul-Abschlussprüfung (nach Klasse 7) ab.

Der National Examination Council of Tanzania (NECTA) erklärte die Prüfungsergebnisse von 4.943 Schülern und 4.793 Schülerinnen wegen Betrugs für ungültig. Sie hatten voneinander abgeschrieben oder unerlaubtes Material in den Prüfungsraum eingeschmuggelt. Im Vorjahr waren nur 124 Ergebnisse ungültig. "Die Regierung wird alle Beteiligten herausfinden und streng bestrafen. Auch gegen die Schulen, in denen betrogen wurde, wird disziplinarsch vorgegangen", sagte der Stellvertretende Minister für Erziehung und berufliche Bildung. Die Prüfungsfächer sind Mathematik, Sozialkunde, Naturwissenschaft, Englisch und Swahili. 90,1 % aller Schüler und Schülerinnen können in eine staatliche Sekundarschule aufgenommen werden. Das sind 12,5 % mehr als im Vorjahr.

Doch in Dar-es-Salaam haben etwa 7.000 Schüler und Schülerinnen keine Chance, eine solche Schule zu besuchen, weil die Kapazität begrenzt ist. (DN 15.12.11; Citizen 15.12.11)

Nahezu alle Schüler und Schülerinnen, deren Prüfungsergebnis ungültig war, sollen die Prüfung im September diesen Jahres wiederholen. Schulen mit vielen Wiederholern können diese in Abendkursen unterrichten, Schulen mit wenigen sollen sie in eine siebte Klasse aufnehmen.

Der Vorsitzende eines Elternkomitees erklärte, die Eltern hätten alles daran gesetzt, um zu erreichen, dass ihre Kinder in eine Sekundarschule aufgenommen werden. Es tue sehr weh, wenn das Prüfungsergebnis für ungültig erklärt wird. Mit Absicht verhindere man, dass ihre Kinder in eine vom Staat finanzierte Sekundarschule aufgenommen werden. Mit Zähnen und Klauen werde man dafür kämpfen, dass die Wahrheit siegt. Es sei unbegründet, bei den Kindern Betrug zu vermuten. (Citizen 10.1.12)

Ab kommendem Jahr müssen alle, die in einer Sekundarschule aufgenommen werden wollen, eine Prüfung in Lesen, Schreiben und Mathematik ablegen. Besteht ein Schüler, eine Schülerin die Prüfung nicht, hat der Leiter der Schule, die er oder sie besucht hatte, mit disziplinarischen Maßnahmen zu rechnen. Die Kinder werden zur Strafe sofort nach Hause geschickt. Die Regierung riet den Leitern aller Sekundarschulen, bei der Aufnahme der Schüler und Schülerinnen sehr achtsam zu sein. (DN 15.12.11/ 25.3.12; Citizen 15.12.11)

Prüfung nach Form Four (elf Schuljahre)

Von den 450.324 Schülern und Schülerinnen, die die Prüfung ablegten, bestanden 225.126. Bei 3.303 wurde Betrug festgestellt.

31.516 Absolventen (9.378 Mädchen, 22.138 Jungen) konnten in Form Five einer Regierungsschule oder in einem technischen College aufgenommen werden. Das sind 13,34 % weniger als im Vorjahr. (Guardian 28.3.12)

Laut Ministerium für Erziehung und berufliche Bildung sickerten bei der Prüfung 2011 keine Prüfungsaufgaben durch. Doch bei der Korrektur der Arbeiten fand man, dass sehr viel betrogen wurde. Manche hatten sich Antworten auf Kleidung oder Körper oder Zettel geschrieben. Wer betrogen hat, kann die Prüfung nach drei Jahren wiederholen. (Guardian 11.4.12)

Viele Abgeordnete setzten sich für eine Verkürzung der Wartezeit ein; drei Jahre seien zu lang. Premierminister Pinda erwiderte, man werde eine Änderung erwägen; er werde mit seinen Kollegen beraten. (DN 20.4.12)

Prüfung nach Form Six (Hochschulreife)

46.499 derer, die die Prüfung ablegten (16.033 Mädchen, 30.466 Jungen) bestanden; das sind 87,58 %. 51 Ergebnisse werden zurückgehalten, weil die Gebühren noch nicht bezahlt wurden. Wegen Betrugs sind sechs Prüfungen ungültig.

Die Schüler und Schülerinnen können die Prüfung schon nach einem Jahr wiederholen, weil sie sich entschuldigt hatten; ursprünglich sollten sie zur Strafe drei Jahre warten. (Guardian 2.5.12; Citizen 1.5.12)