Nachrichten aus Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften - 03/2012

Aus Tansania Information
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Verweigerung medizinischer Behandlung

Ein Ehepaar, Anhänger der Uzima Church of Jesus der Chanji Church in der Stadt Sumbawanga ließ seine zwei an Malaria erkrankten Kinder sterben. Den Gläubigen dieser Kirche ist es nicht erlaubt, medizinische Behandlung zu suchen, weil man glaubt, Gebete hätten eine wundersame Heilkraft. Die toten Kinder wurden auf das Hausdach gelegt, in der Hoffnung, Jesus werde sie erwecken und in den Himmel holen, Die Polizei verhaftete das Eheaar, den Leiter der Kirche und zwei Anhänger, denn eine wütende Menge, mit Äxten und Macheten bewaffnet, wollte sie töten. - Die Uzima Church of Jesus wurde vor 22 Jahren von zwei Personen gegründet. Sie hat 23 Anhänger aus vier Familien, (DN 10.8.11)

Bei einem vom Legal and Human Rights Centre organisierten Seminar äußerten Teilnehmende, es müsse ein Gesetz geben, das Kirchen und Führungspersönlichkeiten von Religionsgemeinschaften die Zulassung entzieht, wenn deren Lehre ihren Anhängern verbietet, medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen, weil nur Gebete sie hei-len könnten, Einige äußerten, manche Leute brächten Kranke zu religiösen Würdenträgern, damit sie für diese beteten; doch meistens stürben sie. Auch die Ärzte verwendeteten die Kraft Gottes, um Kranke zu heilen. (Guardian 19.9.11)

Abergläubische Praktiken

In der Stadt Singida tadelte ein Bischof der Evangelical Assenblies of God (EAGT) in einem vierstündigen Gottesdienst Gläubige, die mit abergläubischen Praktiken umgingen, vor allem mit Zauberei. Er betonte: "Als die Kirche die Zauberer identifiziert hatte, exkommunizierte sie diese. Wir gaben ihnen die Gelegenheit, ihre Zaubermittel abzugeben, wenn sie wieder in die Gemeinde aufgenommen werden sollen." Es sei verfrüht, ihre Namen zu nennen. Später könne er die Presse informieren. (Guardian 27.12.11)

Bildungsangebot

Unter dem Motto 'Förderung der Leistungsfähigkeit von Gläubigen, damit sie die Abhängigkeit überwinden' versammelten sich in Dar-es-Salaam 200 Gläubige christlicher Kirchen aus unterschiedlichen Landesteilen zu einem dreitägigen Seminar. Organisatoren waren eine Kirche der USA und eine Südafrikas.

Ein Ärzteteam kümmerte sich gleichzeitig um die nahe bei der Kirche lebende Bevölkerung. (Guardian 3.1.12)

Fürbitten der Good News for All Ministry

In den Biafra Grounds in Dar-es-Salaam wurde drei Tage lang der Unglücksfälle der letzten Zeit gedacht und gefastet. Gläubige aus zehn Kirchen nahmen teil. Immer, wenn ein Unglück passiert, hätten die Kirchenführer und die Gläubigen die Pflicht, um Gottes Barmherzigkeit zu bitten, sagte ein Bischof dieser Glaubensgemeinschaft. Kürzlich habe man am Mtera-Stausee Gott um Regen gebeten. (Guardian 8.10.11)

Die Good News for All Ministry will eine 1.000-tägige Gebets-Kampagne organisieren, in der man dafür beten will, dass Tansania die bedrängenden Probleme überwindet. Diese sind Mangel an regelmäßiger Stromversorgung, schlechte Wirtschaftsentwicklung und viele andere Nöte. Der Vorsitzende der Good News for All Ministry sagte, die Kirche wolle Gott bitten, alle Probleme zu lösen, einen guten Anfang für Wirtschaftsentwicklung zu ermöglichen und das Eintreiben der Steuern zu verbessern. Auch für die Opfer der Überschwemmung werde man beten. (Guardian 11.1.12)

Neue Diözese der Roman Catholic Church

Die neue Ifakara-Diözese ist ein Teil der bisherigen Mahenge-Diözese. Zum neuen Bischof ernannte Papst Benedict XVI Salutaris Libena, bisher Weihbischof von Dar-es-Salaam. (Cath. Information Services for Africa 18.1.12)

Zur Homosexualität

Bischof Kilaini (kath. Bukoba-Diözese) bat die Regierung, Homosexualität als Krankheit, die geheilt werde muss, anzusehen. Würden Homosexuelle in der neuen Verfassung anerkannt, gebe es Probleme. Man solle diese Leute beraten und heilen. Der Staat müsse Acht geben, sagte er warnend. (DN 22.9.11)

Eine Botschaft des Papstes

In der Botschaft, die der Apostolischen Nuntius Kikwete übergab, lobt Papst Benedict XVI, in Tanzania herrschten Friede und Ruhe unter den unterschiedlichen religiösen Gruppen, was einzigartig sei. Während der 50 Jahre Unabhängigkeit habe man Frieden bewahrt. Der Papst frage sich, was das Geheimnis sei hinter Tansanias Frieden und Toleranz.

Präsident Kikwete seinerseits lobte die guten Beziehungen zur Roman Catholic Church und forderte die Verantwortlichen der Religionsgemeinschaften auf, die religiöse Toleranz zu bewahren. Er erinnerte den Papst an seine Einladung während seines Besuches im Jahr 2008. Die Tansanier könnten nicht länger warten. (DN 30.9.11)

Don Bosco-Gedenken

Don Boscos Reliquien kamen aus Kenia, wurden von Moshi nach Iringa, Dodoma, Morogoro, endlich nach Dar-es-Salaam, danach nach Shinyanga gebracht, ehe sie ein Privatjet nach Äthiopien beförderte.

In der St. Joseph Catholic Church wurde ein Gedenkgottesdienst gefeiert. Don Bosco starb 1888, aber noch immer lebt er im Bewusstsein vieler Katholiken. Das wurde bei dieser Feier deutlich. (DN 15.12.11)

Zur Bildungsarbeit der Roman Catholic Church

Kardinal Polycarp Pengo, Erzbischof von Dar-es-Salaam, sagte, die Roman Catholic Church müsse sich intensiver für gute Bildung und andere soziale Dienste einsetzen. Ein Verantwortlicher der Saint Augustine University of Tanzania (SAUT) hatte berichtet, nur 30 % der Schulen der Roman Catholic Church hätten qualifizierte Lehrkräfte und sorgten für gute Bildung. Ihr Ruf sei noch gut. "Die Frage ist, wie lange können wir diesen erhalten", sagte er. (DN 18.10.11)

Tumaini-University Makumira

Als Nachfolger von Prof. John Shao wurde Prof. Joseph Parsalaw zum Vice Chancellor eingesetzt. Shaos Arbeitsperiode endete am 1.8.11. Professorin Esther Mwaikambo wurde Vorsitzende des Tumaini-University Makumira Council.

Die Tumaini-University Makumira ist eine der sechs Zweige der ELCT-Tumaini-University. Zu ihr gehören nun zwei ihr angegliederte Universitäts-Colleges, das TU-Dar es Salaam College und das Stephano Moshi University College. (Arusha Times 13.8.11)

Jubiläum

Vor 100 Jahren kam das Evangelium in die Pare-Berge (Kilimanjaro-Region). Auch Benjamin Mkapa, ehedem Staatspräsident, kam, um das Jubiläum der ELCT-Pare-Diözese in der Chome-Gemeinde mitzufeiern. Er pflanzte einen Baum und präsentierte ein Buch über die Geschichte der Chome-Gemeinde und der Evangelical Lutheran Church in Tanzania (ELCT). Sie besteht z. Zt. aus 20 Diözesen und hat nahezu 6 Mio. Gläubige. Ihre Arbeit begann im 19. Jahrhundert. (DN 29.8.11; Arusha Times 3.9.11)

Zu politischen Unruhen

Dr. Martin Shao, Bischof der ELCT-Nord-Diözese, führte den Vorsitz bei einer Feier zum 50. Jubiläum der Unabhängigkeit Tansanias in Hai (Kilimanjao-Region), bei der auch des 50. Geburtstags des dortigen Abgeordneten und Vorsitzenden der Oppositionspartei Chadema, Freeman Mbowe, gedacht wurde, und einer Spendenaktion zugunsten der Erweiterung einer Kirche im Hai-Distrikt (Kilimanjaro-Region). Tausende nahmen teil, unter ihnen Mwanri, Staatsminister im Amt des Ministerpräsidenten, und viele Abgeordnete, vor allem solche der Chadema. Ehrengast war Reginald Mengi.

Während dieser Veranstaltung drängte Thomas Laizer, Bischof der ELCT-Nord-Zentral-Diözese, die Regierung, eine strategische Roadmap auszuarbeiten, die dazu führt, dass die politisch motivierte Unruhe, vor allem die während der Wahlen, auf Dauer endet. "Die Regierung verwendet viel Geld und andere Ressourcen für die Wunden, die vom Chaos wegen der Wahlen stammen", sagte er und betonte, es gehe vor allen um gravierende Verstöße gegen die Menschenrechte. "Wir sollten nicht Frieden erwarten, wenn es Wahlbetrug gibt, oder die politischen Rechte vorenthalten, oder einige Parteien auf Kosten anderer begünstigt werden." (Guardian 13.12.11)

Jugendevangelisation

Selten locken Gospel-Veranstaltungen Jugendliche an. Doch zum Right Invasion of Truth Concert mit Jugendlichen aus Kenia und Uganda in der Mlimani City Conference Hall in Dar-es-Salaam erschienen Hunderte von Mädchen in Miniröcken, Jeans und Tops, Jungen in Jeans und T-Shirts, manche mit Dreadlocks, genau wie bei anderen Hip-Hop-Konzerten. Doch die Jugendlichen lobten und priesen Gott. Auf zwei Bildschirmen links und rechts konnten alle sehen, was auf der Bühne geschah.

In den 'Kirchen der alten Schule' würde man diese Kleidung nicht akzeptieren, sagte ein älterer weiser Mann. (Citizen 26.8.11)