Methoden der Energiegewinnung und -versorgung - 08/2013

Aus Tansania Information
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Bioenergie

Dorfbewohner der Distrikte Kilwa (Lindi-Region) und Rufiji (Küsten-Region) baten die Regierung, sie bei der Durchführung eines Biogas-Projekts und bei Investitionen in weite Gebiete zu unterstützen. Die Einwohner von vier Dörfern beklagten, Distrikt- und Regionsrepräsentanten hätten Verträge mit Investoren geschlossen und sie vor nahezu zwei Jahren gezwungen, 160.000 ha an einen in den Niederlanden beheimateten Investor zu verpachten. Doch seither sei kein einziger ha für die Produktion von Bio-Treibstoff genutzt worden. Statt dessen habe die internationale Firma Bäume gefällt und die Produkte aus Holz exportiert. (DN 13.12.12)

Die Husk Power Systems wollen die Installation von 200 dezentralisierten Biomasse verwendenden Klein-Kraftwerken abschließen. 60.000 Haushalte können dann mit erschwinglichem Strom versorgt werden. (Citizen 4.7.13)

Bei der Einweihung von 800 Biogasanlagen in Makumira durch den Leitenden Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT) sagte ihr Generalsekretär, neben der Aufgabe, das Wort Gottes auszubreiten, fühle sich die ELCT dem Umweltschutz verpflichtet. (Arusha Times 29.6.13)

Erdwärme

Der Stellvertretende Minister für Energie und Bodenschätze eröffnete eine Arbeitstagung zum Thema “gesetzliches und behördliches Rahmenwerk zur Erdwärme”. Er berichtete, die Regierung habe eine Arbeitsgruppe gebildet, die Strategien entwickeln und der Regierung raten soll, wie die Entwicklungsbemühungen in Bezug auf Erdwärmequellen effektiv gestärkt, koordiniert und rationalisiert werden können, damit die Energie der Erdwärme in naher Zukunft genutzt werden könne. Tansania sei eines der Länder, durch das das Grabenbruch-System verläuft, Es hat 15 Gebiete, in denen Erdwärme zur Verfügung steht; sie reiche aus für mehr als 650 MW. (DN 14.3.13; Citizen 25.6.13)

Eine Firma aus Japan und eine aus Island haben Interesse daran, in Tansania in Energiegewinnung aus Erdwärme zu investieren. Drei Gebiete haben einen Vorrat an Dampf von 220-250 Grad C, die Temperatur, die für Stromgewinnung nötig ist. Das erste Erdwärme-Projekt am Lake Ngozi (Mbeya-Region) soll vor Ende 2013 starten. (Guardian 25.6.13)

Die Geothermal Power Tanzania Ltd. äußerte, sie wolle bis 350 Mio. US$ für das Bohren von Dampf-Feldern im Süden Tansanias investieren und bis 2018 ihre erste Erdwärme-Anlage mit einer Kapazität von 140 MW errichten. Noch verwendet Tansania seine Erdwärme nicht.

Man verwendet Dampf und heißes Wasser aus der Tiefe, um Turbinen anzutreiben. (Guardian 25.6.13)

Solarstrom

Die Stromversorgung über das landesweite Netz ist in Sansibar sehr unzuverlässig; außerdem sind viele Schulen und Häuser noch ohne Anschluss. Deshalb startete die Zanzibar Solar Energy Association (ZSEA) eine Informationskampagne über die Bedeutung der Solarenergie. Im Rahmen des Projekts ‘One Child one Light’, das von den Voluntären der Deutsch-Tansanischen Partnerschaft (DTP) unterstützt wird, verteilte die ZSEA je 40 Solarlampen in 21 Sekundarschulen. U. U. wird sie weitere Lampen zuteilen. Die Schulen sollen pro Lampe 9.000/- TSh für die Instandhaltung der Lampen beitragen. Mindestens fünf weibliche Jugendliche wurden von der ZSEA für das Zusammenbauen der in Indien produzierten Teile angestellt; pro Lampe werden 30 Min. benötigt. Jede Lampe kann 12 Stunden lang brennen; sie hat eine tragbare Solarpanele zum Laden einer Batterie. (DN 9.1.13)

Sind die Gespräche zwischen Sansibar und der chinesischen Regierung, dem Finanzier, erfolgreich, bekommen alle größeren Straßen der Städte der Inseln Sansibar und Pemba mit Solarstrom betriebene Straßenlampen. Sie haben eine Lebensdauer von zehn Jahren. Die Batterien müssen alle drei Jahre ausgetauscht werden. Weil die Pilotphase in Sansibars Stone Town erfolgreich war, bat die Regierung China, das gesamte Projekt zu unterstützen. Es würde den Städten finanziell helfen. Bisher kommt der Strom aus dem Netz. (DN 19.6./10.7.13)

An der St. Augustine University of Tanzania (SAUT) wurde ein Projekt erneuerbarer Energie für fünf Regionen am Viktoriasee gestartet, um fünf weiteren Radiostationen ununterbrochene Sendezeit und zuverlässige Stromversor-gung zu ermöglichen. Das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), das Bundesland Niedersachsen und die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) finanzieren das Projekt. (Citizen 17.6.13)

Zusammen mit anderen Partnern ermöglichte die Rural Energy Agency (REA). dass nun 15 Schulen in den Distrikten Chato und Biharamulo (Kagera-Region) und mehr als 2.500 Personen Solarstrom haben. (DN 1.7.13)

Windenergie

In den Regionen Kilimanjaro, Njombe und Singida begannen Tanesco und Regierung die Windkraft zu messen. Alle Interessenten können die Daten bekommen und im Energiesektor aktiv werden. Bisher ist Nutzung der Windkraft in kommerziellem Maßstab in Afrika südlich der Sahara noch nicht bekannt.

In der Singida-Region startete ein Windenergieprojekt der Wind East Africa, das erste erfolgreiche, unabhängige Tansanias. Ab Mai 2015 soll es 100 MW ins Stromnetz einspeisen.(Guardian 1.8.12; Citizen 18.12.12)

ReadySet mobile Chargers

Vodaphone Tanzania startete in Partnerschaft mit Fenix International die ReadySet mobile Chargers. Sie können Mobiltelephone unter Verwendung von Solarmodulen und Fahrraddynamos laden. Das ist die Lösung für die nahezu 600 Mio. Handy-Nutzer, die keinen Zugang zu Strom haben. (DN 5.4.13)