Manöver Ex - Mlima Kilimanjaro 2009 der East African Community (EAC) - 10/2009

Aus Tansania Information
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Zum 10. Jahrestag der Wiederbelebung der EAC hielten die Verteidigungsheere der EAC-Mitglieder, Burundi, Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda, vom 3.-26.9.09 ein gemeinsames, von ihnen selbst finanziertes Manöver.

An den Übungen in den Regionen Arusha und Tanga beteiligten sich 1.556 Soldaten. Es ging um friedensunterstützende Operationen, um Kampf gegen Terrorismus und um Bewältigung von Katastrophen (am Beispiel eines fiktiven vulkanischen Ausbruchs des Kilimanjaro, der die Rettung von Millionen von Menschen erfordert). Teil des Programms waren auch human- und tiermedizinische Versorgung, Verteilung von Lebensmittelhilfe, Diagnose von Malaria und Zahnproblemen, der Bau von Schulzimmern und Krankenstationen in einigen Dörfern, sowie Reparatur und Wiederaufbau von Infrastruktur.

Außerdem erwartet man, dass das gegenseitige Verständnis unter den Streitkräften wächst.

Ein Teil der Soldaten war auf dem Gelände der Tanzania Military Academy of Monduli untergebracht, ein anderer in der Tanga-Region; der Rest verteilte sich auf ausgewählte Orte in den anderen EAC-Mitgliedsländern. (Guardian 2.9.09; Arusha Times 29.8.09)

Präsident Kikwete, selbst ehedem Soldat, gab auf einer Anhöhe bei Monduli das Startzeichen. Er sagte, niemals wieder würden die von den Kolonialmächten gezogenen Grenzen zu Konflikten zwischen Staaten Afrikas führen. "Es könnte einige kleinere Missverständnisse geben, aber niemand wird eines der Mitgliedsländer in einen Krieg treiben. Die Beziehungen zwischen unseren Ländern sind gut. (...) Deshalb ist diese Übung möglich", betonte er.

Die Schlussveranstaltung leitete Paul Kagame, Präsident von Ruanda. (DN 7.9.09; Guardian 7.9.09; Arusha Times 5.9.09)

Dieses war das dritte gemeinsame EAC-Manöver. Kenia und Uganda waren bei einer Übung auf bilateraler Basis das Thema Viehdiebstahl angegangen.

Die Stellvertretende EAC-Generalsekretärin sagte, nach einer internationalen Friedenskonferenz (5.-7.11.09) werde am 15.11.09 in Uganda, eine weitere militärische Übung stattfinden. (DN 7.9.09; Arusha Times 5.9.09)

Ein elaboriertes Programm von Aktivitäten soll Vertrauen zwischen den Verteidigungsheeren schaffen. Man plant gegenseitige Besuche, regelmäßige Treffen der Oberbefehlshaber und anderer Verantwortungsträger, gemeinsame Übungen, unterschiedliche Sport- und Kulturveranstaltungen, Seminare, gegenseitige Unterstützung bei Katastrophen und technische Kooperation. (DN 7.9.09; Arusha Times 5.9.09)