Landwirtschaftliche Produkte - 05/2012

Aus Tansania Information
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Avocado

Ein Investor der Organisation Building Africa ist bereit, die Landwirte des Mwanga-Distrikts mit Avocado-Saatgut zu versorgen. Nach drei Jahren können sie ernten.

Der Investor wird alle Früchte kaufen. Die Landwirte müssen wegen eines Marktes für die Früchte keine Sorgen haben. (DN 17.3.12)

Banane

In acht Distrikten der Kagera-Region tritt Xanthomonas Wilt (BXW), auch Banana Bacterial Wilt (BBW) genannt, auf. Nahezu 90 % der Pflanzen sind gefährdet. In der Kagera-Region werden pro Jahr etwa 650.000 t Bananen geerntet. Die Banane ist das wichtigste Produkt der Einwohner der Kagera-Region. Landwirte und die Einwohner insgesamt sind sehr beunruhigt. Die BXW führt dazu, dass die Blätter welken, die Bananen ungleichmäßig und vorzeitig reifen und die Pflanze endlich verfault und stirbt. Aus den anderen Regionen, in denen der Anbau der Banane die Hauptrolle spielt, Arusha, Mbeya, Morogoro und Kilimanjaro, wurde noch kein Befall gemeldet. (DN 13.4.12)

Gemüse

Bei der Ausstellung der Gemüseanbauer, die auf dem Gelände des Marangu Teachers Training College stattfand, sagte der Regional Commissioner der Kilimanjaro-Region, die Hotelbesitzer, Reiseunternehmer und die Geschäftswelt sollten sich den Verzehr lokal produzierter Produkte, incl. Gemüse, zur Gewohnheit machen. Organisiert wurde die Ausstellung von Floresta Tanzania, einer in den USA beheimateten christlichen gemeinnützigen Organisation. Sie will die Entwaldung rückgängig machen und durch Veränderung des Lebens der armen Landbevölkerung die Armut verringern. Ein Floresta Tanzania-Mitarbeiter berichtete, seine Organisation kooperiere schon fast acht Jahre mit mehr als 4.000 Landwirten in drei Distrikten der Kilimanjaro-Region. "Unsere Landwirte lernten bessere landwirtschaftliche Methoden und die Produktion von Ernteprodukten, die internationalem Standard und dem Weltmarkt entsprechen". sagte er.

2006 waren 12.000 Personen im Gemüsebau tätig, 2009 waren es 20.019. (Guardian 17.3.12)

Hirse

Der Distrikt-Rat des Mwanga-Distrikts (Mwanga District Council, MDC) (Kilimanjaro-Region) will die Landwirte motivieren, dürrebeständige Feldfrüchte wie Hirse anzubauen, nicht länger auschließlich am traditionellen Anbau von Mais festzuhalten. Acht Dörfer sollen im Rahmen eines Vertrages mit dem in Moshi beheimateten Dunia Trust und dem INCRISALT Africa Office in Nairobi Hirse anbauen. Sie kaufen die Ernte auschließlich bei diesen Landwirten und beliefern die Brauereien in Tansania. 1,5 t Hirse-Saatgut wurden unter den Landwirten verteilt. Landwirtschaftsberater beider Vertragspartner besuchten die Distrikte, um sicherzustellen, dass die Landwirte Hirse bester Qualität, die einen guten Preis erzielt, produzieren. (DN 17.3.12)

Mais

Das Selian Agricultural Research Institute (Sart) entwickelte zwei dürrebeständige Maissorten. Sie wurden im Karatu-Distrikt (Arusha-Region) und im Mbulu-Distrikt (Manyara-Region) erfolgreich getestet. Das Projekt wird von der Regierung Australiens unterstützt. Für 80 % der Tansanier ist Mais das wichtigste Agrarprodukt für Ernährung und Verkauf. Wenn Dürre herrscht, beträgt die Ernte häufig nur 17 % der gewohnten, bisweilen fällt sie ganz aus. In Tansania wird auf mehr als 40 % der Felder Mais angebaut; das sind ca. 2 Mio. ha. (Citizen 11.4.12)

Mango

Neelkanth, ein Kalkwerk in der Tanga-Region, initiierte ein Projekt, das die Mango-Bäume schützen und die Verschmutzung mit Staub der Firma verringern soll. Die Firma kauft den Einheimischen die Mango-Bäume ab und gibt sie ihnen mit der Bedingung, dass sie nicht gefällt werden, zurück. Die Bäume werden für die Produktion von Bauholz und Holzkohle geschlagen. Bisher wurde die Firma wegen ihrer Staubentwicklung beschuldigt. Nun kooperiert sie mit den Dorf-Regierungen und den Dorfbewohnern und führt in der ersten Woche jedes Monats eine Sauberkeitsaktion durch. (Citizen 11.4.12)

Maniok

Der Regional Commissioner der Kagera-Region riet den Landwirten der Region, mehr Maniok anzubauen, denn laut wissenschaftlicher Berichte ist diese Wurzel eine Antwort auf die Klimaveränderungen Afrikas. Die Bauern sollten daran denken, dass mächtige Landwirte aus Uganda und Kenia starke Konkurrenten sind. Es sei wichtig, die Produktion zu verbessern und für Lebensmittelsicherheit und -qualität zu sorgen. Ebenso wichtig sei es, sicherzustellen, dass die Landwirte für Wertzuwachs ihrer Ernteprodukte sorgen, statt sie wie immer einfach roh zu verkaufen. Auf dem Kontinent Afrika sei Maniok bereits eines der am meisten genossenen Grundnahrungsmittel. "Während andere Agrarprodukte unter großer Hitze und anderen Problemen des Klimawandels leiden, gedeiht der Maniok", sagte ein Fachmann.

In Kooperation mit dem Forschungszentrum in Tengeru (Arusha-Region) kreuzt der Distrikt-Rat des Mwanga-Distrikts unterschiedliche Maniok-Arten, um die für höher gelegene Gebiete des Mwanga-Distrikts am besten geeignete Sorte zu bekommen. (DN 9./17.3.12)

Nelken

Sansibar ist stolz auf seine große Nelkenernte. Nun entstehen Pläne, eine Zählung der Nelkenbäume durchzuführen. Für den Minister für Handel, Industrie und Vermarktung Sansibars ist der Erfolg der Kampagne gegen Schmuggel und dem vorteilhaften Preis von 15.000/- TSh für 1 kg zu verdanken. Während der kommenden zehn Jahre sollen mindestens 500.000 alte Bäume durch junge ersetzt werden. (DN 29.12.11)

Der steile Anstieg des Nelkenpreises auf dem Weltmarkt steigerte das Exportvolumen. Der durchschnittliche Exportpreis betrug pro 1 t 2010 US$ 3.636,4, 2011 waren es US$ 13.793. (Citizen 9.4.12)

Pyrethrum

Der Vorsitzende des Pyrethrum Board forderte die Einwohner des Njombe-Distrikts (Njoluma-Region) auf, mehr Pyrethrum anzubauen, denn die Regierung habe für dieses lukrative Exportprodukt den Zugang zum internationalen Markt verbessert. Für viele Medikamente werde Pyrethrum als Rohstoff benötigt. Die Banken seien willens, Darlehen zu gewähren. Die Landwirte hatten gefragt, wie vertrauenswürdig Pyrethrum als Einkommensquelle sei.

Ein Direktor der Mufindi Pyrethrum Factory berichtete, seine Firma habe Pyrethrum-Saatgut im Wert von 300m/- TSh verteilt. (Guardian 8.6.11)

Sisal

Ein Verantwortlicher des Tanzania Sisal Board (TSB) berichtete, global übersteige die Nachfrage nach Sisal die Produktion; benötigt werden 230.000 t, angeboten ca. 130.000 t. 2010 produzierte Tansania etwa 25.000 t; 2009 waren es 21.000 t. Der TSB plane, Produktion und Produktivität zu steigern, die Anbaufläche von 45.000 ha auf 130.000 ha auszuweiten. Die Sisal-Preise seien im In- und Ausland gestiegen. Deshalb hätten einige, die Sisal anbauen, die Ware in rohem Zustand exportiert. Folglich sei für die vielen Kleinunternehmer und -unternehmerinnen, die kunsthandwerkliche Artikel aus Sisal fertigen, noch weniger zur Verfügung gestanden.

Ein Fachmann berichtete, man habe Forscher aufgefordert, eine 100%-ige Nutzung des Sisal zu ermöglichen. Es sei erwiesen, dass man aus Sisal Saft, Dünger, Viehfutter, Medikamente u. a. herstellten kann. (DN 1.7.11)

Sonnenblumen

Die Small Industries Development Organisation (SIDO) führte in drei Distrikten der Tanga-Region, die ideal dafür sind, den Anbau von Sonnenblumen ein. Sie sind dort nicht neu, doch wurden sie nur für den eigenen Gebrauch angebaut. Ein Verantwortlicher der SIDO sagte, die Nachfrage sei nicht nur in Tansania hoch. SIDO-Fachleute würden die Landwirte mobilisieren und sie informieren, wie man Sonnenblumen auf moderne Weise anbaut. SIDO werde auch fachkundige Beratung anbieten für die Einrichtung kleiner Öl produzierender Betriebe; mit Hilfe von Genossenschaften könnten sie Eigentum der Landwirte sein - wie in den Regionen Manyara und Singida zu beobachten. "Wir können nicht länger Speiseöl importieren", sagte der SIDO-Mitarbeiter. Kleinunternehmen und Landwirte sollten die SIDO nutzen, sich beraten und informieren lassen, damit ihre Unternehmen wachsen - vor allem die auf dem flachen Land.

Um den Anbau von Sonnenblumen zu fördern, will World Vision Tanzania für 8m/- TSh Sonnenblumenkerne der Distrikte Handeni und Kilindi (Tanga-Region) kaufen, die Landwirte über kommerzielle Landwirtschaft informieren, beim Kauf von Produktionsmitteln helfen und Studienreisen organisieren. (Guardian 10.3.12; Citizen 2.2.12)

Tabak

Dank fleißiger Landwirte, guten Wetters und verfügbarer Produktionsmittel wuchs die Tabakproduktion 2011. Der heimische Markt nehme nur 5 % ab; im Vergleich zu den Märkten in Asien wachse er im Schneckentempo.

Man arbeite weiterhin lieber mit Kleinbauern zusammen, als mit kommerziellen Unternehmen, sagten Verantwortliche einer Tabak-Firma. Die Zukunft des Tabaks sei nicht ermutigend, denn die Zigaretten-Produzenten seien wachsendem Druck von seiten der Gesundheitsaktivisten ausgesetzt. (DN 1.7.11)

Zuckerrohr

Der Distrikt-Rat des Mwanga-Distrikts will die Zuckerrohr produzierenden Landwirte auffordern, mehr anzubauen. Auf Vertragsbasis kann dieses an die kürzlich gegründete, im Mwanga-Distrikt angesiedelte Kilimanjaro Bio-Chem verkauft werden. Sie benötigt Melasse für die Herstellung von Schnaps.

Im Augenblick bezieht sie diesen Rohstoff von den Zuckerfabriken TPC Ltd. und Mtibwa Sugar Estate Ltd. Doch der Bedarf wird nicht gedeckt. (DN 17.3.12)