Lage der Landwirtschaft, biologischer Landbau - 03/2008

Aus Tansania Information
Wechseln zu: Navigation, Suche

Lage

Die Landwirte erwirtschaften 40 % des Bruttosozialproduktes, 30 % der Deviseneinnahmen. Ihre Probleme sind weiterhin Beschaffung von Kunstdünger und hochwertigem Saatgut, mangelnde Beratung und veraltete Anbaumethoden. Mit modernen könnten die Erträge wesentlich höher sein. Dank eines Regierungsdarlehens in Höhe von 5,11mrd/- TSh war der Kauf von 160 Traktoren möglich. (DN 17.11.07)

Unterstützung des biologischen Landbaus

Um das Volumen der Produkte und die Produktivität des biologischen Landbaus zu fördern, schult die African Development Foundation (ADF) Landwirte, damit sie sich an die internationalen Normen halten können. Für dieses Programm wählte die Tanzania Organic Certification Association (TanCent) 30 Landwirte, die in großem, und 7.500 die in kleinem Stil anbauen, aus. Außerdem sollen heimische TanCent-Mitarbeiter in Verwaltungsaufgaben ausgebildet werden. Das wird die Kosten für Kontrollen und Inspektionen senken, denn bisher musste man Fachleute aus Übersee damit beauftragen. Der TanCent-Direktor sagte, im biologischen Landbau seien alle Produkte gleich wichtig, geprüft aber würden Kaffee, Vanille, Cashewnüsse, Knoblauch, Ananas, Kardamom, Mango, Tee, Fisch und Pilze. (Guardian 17.11.07)

Teilnahme an Biofachmesse

14 tansanische Unternehmen biologischen Landbaus, alle von einer der zuständigen Stellen zertifiziert, nehmen an der Internationalen Biofachmesse in Nürnberg (21.-24.2.08) teil. Der Vorsitzende der Tanzania-Zanzibar Organic Producers sagte vor der Abreise: "Tansania produziert erstklassige biologische Produkte, aber man hat sich nicht ausreichend um weltweite Vermarktung bemüht." Doch einige private Vermarktungsinitiativen zeitigten nun Früchte. Deshalb nehmen sie an der BioFach in Deutschland teil. Zu den am meisten gefragten Artikeln gehören Gewürze, Zitronen, Vanille, Kaffee, Cashewnüsse, Kakao, Kräutertees, Baumwolle und Obst. Bei der BioFach werden Baumwolle, Cashewnüsse, Kakao, Gewürze, Kräutertees und Obst gezeigt. Der Exekutivsekretär der Tanzania Organic Agriculture Movement (TOAM) sagte, man hoffe, bei der BioFach potenzielle Importeure und Geschäftspartner zu gewinnen. Die schwedische Botschaft habe die Reise nach Deutschland ermöglicht. Schirmherrin der BioFach ist die International Federation of Organic Agriculture Movement (IFOAM). (Guardian 20.2.08)