Kommentare zu den Vorgängen und den Berichten über Heilungen - 04/2011

Aus Tansania Information
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Der Ansturm der Kranken wurde als Kennzeichen einer Nation in Verzweiflung beschrieben.

Ein Psychologie-Dozent sagte, die rasche Heilung sei eine rein psychologische Angelegenheit. Ein solcher Ansturm sei charakteristisch, wenn der Mensch lange Zeit von Unlösbarem überwältigt wird. Er verliere die Hoffnung. Wenn ein Hoffnungszeichen auftaucht, eile jeder hin. "Das ist also ein Spiel mit der menschlichen Seele. Wenn der Glaube in einer Notlage verwendet wird, ist es sehr leicht, jemandes Herz zu gewinnen."

Der Weihbischof der Erzdiözese Dar-es-Salaam wollte sich nicht äußern, denn die ELCT, zu der der Heiler gehöre, habe ihre Einstellung bereits kundgetan.

Doch der Präsident der Tanzania Episcopal Conference (TEC) sagte: "Die Kranken haben das Recht, Heilung von irgend jemandem und irgendwo zu suchen, aber sie müssen zu zuverlässigen Menschen gehen."

Ein Arzt des Bugando Medical Centre (Mwanza) betonte, man müsse sich keine Sorgen machen, denn so etwas sei normal bei Menschen, die verzweifelt sind. "Wer weiß nicht, dass einige wiedergeborene Christen auch nach ihren Gebeten zum traditionellen Heiler gehen? Wir wurden zu einer Nation der Bekümmerten", sagte er.

Ein Psychologieprofessor der University of Dar-es-Salaam ist überzeugt, die meisten Tansanier seien von Krankheiten überwältigt und suchten nach allen Behandlungsmöglichkeiten. "Die Zahl derer, die nach Loliondo eilen, sagt uns, dass vieles in diesem Land nicht gut ist, und dass die Menschen zu lange gelitten haben."

Ein Student glaubt, die meisten Tansanier seien wegen der Fülle unheilbarer Krankheiten verzweifelt. Deshalb suchten sie nach Wundern.

Ein Dar-es-Salaamer sagte: "Die Menschen sind wegen der hohen Kosten für Medikamente und wegen des schwierigen Lebens verwirrt. Jetzt suchen sie überall nach einer Lösung." (Citizen 14.3.11)