Kabinettsumbildung - 11/2006

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Präsident Kikwete betraute zehn seiner 22 Minister mit einem anderen Ressort. Acht Stellvertretende Minister tauschten ihr Ressort mit einem anderen. Folgende Ressorts haben nun einen anderen Minister:


Ostafrikanische Angelegenheiten Dr. Ibrahim Msabaha (bish. Energie, Bodenschätze)
Inneres Joseph Mungai (bish. Versorgung, Landwirtschaft, Cooperative)
Versorgungssicherheit, Landwirtschaft, Cooperative Stephen Wassira (bisher Wasser)
Industrie, Handel,Vermarktung Basil Mramba (bisher Entwicklung der Infrastrukur)
Arbeit, Entwicklung der Jugend John Chiligati (bisher Inneres)
Energie, Bodenschätze Nazir Karamagi (bisher Industrie, Handel,Vermarktung)
Wasser Dr. Shukuru Kawambwa (bisher Entwicklung der Viehzucht)
Entwicklung der Viehzucht Antony Diallo (bisher Tourismus, Naturschätze)
Tourismus, Naturschätze Jumannne Maghembe (bisher Arbeit, Entwicklung der Jugend)
Entwicklung der Infrastrukur Andrew Chenge (bisher Ostafrikanische Angelegenheiten)


Den verbreiteten Spekulationen, Kikwete habe sie versetzt, weil sie seinen Erwartungen nicht entsprochen hätten, widersprachen die mit einem anderen Ressort betrauten Minister vehement. Der Präsident habe seine Regierung lediglich noch stärker machen wollen. Er habe das Recht, das zu tun. Es handle sich um normale Veränderungen, äußerten einige Minister. Die Reaktion der Öffentlichkeit war unterschiedlich. Einige lobten Kikwete und sagten, er solle noch härtere Maßnahmen ergreifen. Alle, die vermuteten, mangelnde Effizienz sei die Ursache, forderten weitere Verbesserungsmaßnahmen. Einer meinte, diese Umbesetzung zeige, wie genau Kikwete die tägliche Arbeit seiner Minister überwache. Leute der Oppositionsparteien sagten, er sollte die Minister nicht wiederverwenden. Andere meinten, es sei erstaunlich, dass er an "müden", ausgelaugten Ministern festhalte. (Guardian 16./ 17.10.06)

The East African

Ein Journalist schreibt, es werde klar, dass die Lösung der Energiekrise das wichtigste Motiv war, als Kikwete die Umbesetzung vornahm.

Ein anderer fragt, hätte man dem Minister für Energie und Bodenschätze nicht die Möglichkeit geben sollen, das Schlamassel auszuräumen, statt ihn mit einem nicht weniger schwierigen Ressort zu betrauen? Ähnlich verhalte es sich bei den anderen von der Umbesetzung betroffenen Ministern.

Eine in London erscheinende Zeitung meint, Kikwetes Absicht sei, seine Vollmacht in der Regierung zu verdeutlichen. In Teilen der CCM gebe es noch immer Vorbehalte gegen ihn. (The East African 23.10.06)