Gesundheitswesen ‐ 04/2022

Aus Tansania Information
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Covid 19

Gesundheitsministerin Ummy Mwalimu ist nicht mit der Zahl der geimpften Tansanier zufrieden. Obwohl es jetzt im Land ausreichend Impfstoff gibt, sind bisher lediglich 9,8% der Zielgruppe voll geimpft. Es handelt sich hierbei um 30 Millionen Einwohner, die 18 Jahre und älter sind. Um näher an die angestrebte Impfquote von 70% zu kommen, sollen Impfungen jetzt auch an Busbahnhöfen, in Wohngebieten, bei Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen angeboten werden. Die Ministerin forderte die Regionalkommissare auf, den Impfgedanken weiter zu verbreiten.

Tansania erhielt gerade wieder 4 Millionen Impfdosen des chinesischen Mittels Sinovac, die von der türkischen Regierung gestiftet wurden. Den bisher erhaltenen 10 Millionen Impfdosen verschiedener Präparate stehen nur etwas über 3 Millionen geimpfte Einwohner gegenüber. Nach Auswertung von 26 jüngst erfolgten Tests ist das Gesundheitsministerium der Ansicht, dass bisher die jüngste hoch ansteckende Covidvariante noch nicht im Lande angekommen ist.

DN 24.03.2022, Guardian 26.03.2022, Mwananchi 23.03.2022

Impfnachweis statt Test

Seit Mitte März fordert Tansania von Besuchern bei der Einreise keine Covidtestnachweise mehr, sofern sie einen gültigen Impfnachweis vorlegen können. Die Impfnachweise müssen einen QR-Code aufweisen. Es werden alle von der WHO anerkannten Impfstoffe akzeptiert. Wer keine Impfung nachweisen kann, benötigt weiterhin einen Testnachweise, der nicht älter als 72 Stunden vor Abreise sein darf. Ein Sprecher der Tourismuswirtschaft begrüßte die Regelung.

eTN Tansania 22.03.2022

Investition Gesundheit

Tansania lädt indische Unternehmen ein, im Gesundheitsbereich zu investieren. Bei einer von der indischen Botschaft organisierten Tagung in Dar es Salaam erklärte dies Professor Makubi, der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Tansania benötige mehr Investoren, die sich in den Bereichen Medikamentenproduktion, medizintechnischer Ausrüstung und Impfstoffe engagieren. Ebenso seien auch Spezialisten willkommen, insbesondere wenn sie außerhalb von Dar es Salaam Kliniken und Labore eröffnen.

Guardian 25.03.2022

Spezialistenausbildung

Gesundheitsministerin Ummy Mwalimu möchte die Zahl der Neurochirurgen in Tansania erhöhen. Derzeit verfügt das Land über 16 dieser Spezialisten; laut der Ministerin empfiehlt die WHO einen davon pro 100.000 Einwohner. Auf einer Stipendiatenveranstaltung der Mohammed Dewji Stiftung bat sie Dewji, der der reichste Tansanier ist, die Ausbildung von Neurochirurgen zu fördern. Dewji sagte spontan 2 Stipendien zu. Mwalimu erklärte, die Regierung werde TSh 3 Mrd. bereitstellen, um bis zum Jahr 2025 die Zahl dieser Spezialisten auf 50 zu erhöhen.

Citizen 28.03.2022

Medikamentenversorgung

Ein Bericht des Rechnungshofes hat dem staatlichen Zentralen Medizinalhandelsunternehmen MSD ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Das Unternehmen ist für die Belieferung aller Krankenhäuser mit Medikamenten und anderem Bedarf zuständig. Im Berichtszeitraum konnte lediglich ein Drittel aller Bestellungen ausgeführt werden.

Präsidentin Samia hat deshalb nach Erhalt des Rechnungshofberichtes eine umfassende Neuorganisation des Unternehmens angeordnet. Dies sei nicht zuletzt auch deshalb dringend, weil MSD eine Ausschreibung der Entwicklungsgemeinschaft im Südlichen Afrika gewonnen hat, die 16 Staaten umfasst. Die Präsidentin nannte dies eine große Chance für das staatliche Unternehmen und fragte, wie es denn dem regionalen Markt gerecht werden wolle, wenn es nicht einmal mit den nationalen Anforderungen zurechtkommt.

Citizen 30.03.2022