Gesellschaft ‐ 06/2026

Aus Tansania Information
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Ebola

Seit dem 15 Mai wurde der 17. Ebola-Ausbruch im Ostkongo (seit 1976) bestätigt und schürte Ängste vor geschlossenen Grenzen. Nach ersten Maßnahmen in Uganda und Ruanda sowie verstärkter Testung an den Grenzen zu Kenia und Tansania, wurden dennoch schon am 16. Mai erste Fälle in Uganda bestätigt. Bis Ende Mai wird in DR Kongo von über 900 Fällen mit 220 Toten ausgegangen, während Uganda sieben Verdachtsfälle bestätigte.

Guardian, 18.05.2026, EastAfrican, 30.05.2026

Pfingstkirche

Bischof William Mwamalanga, Führer der Pfingstkirche in Tansania, verurteilte das Schweigen von christlichen und muslimischen Führern hinsichtlich der staatlichen Gewalt: „Die Nation hat eine schreckliche Sünde begangen. Böse Menschen habe anderer Menschen Blut vergossen.“ Die Präsidentin vor allem müsse Gerechtigkeit schaffen. Er warnte vor göttlichen Konsequenzen, wenn die Führung nicht bereue und den Opfern Gerechtigkeit widerfahren lasse.

Chanzo, 18.05.2026

JMAT

Auf einer Pressekonferenz in Dodoma am 26. Mai wies der Generalsekretär der JMAT, der interreligiösen Friedens- und Versöhnungsvereinigung, Bischof Dr. Israel Maasa Ole Gabriel die Existenz einer systemischen religiösen Diskriminierung im Land, wie sie von den USA angenommen wird, entschieden zurück. Narrative von religiöser Intoleranz beschädigten den guten Ruf Tansanias im Ausland. Seit Jahrzehnten hätten Christen, Muslime und Angehöriger anderer Religionen friedlich zusammengelebt. Der Bischof forderte die Präsidentin auf, gegen jede religiöse Hetze klar Stellung zu beziehen, und riet internationalen Partnern, anderslautende Berichte vor Ort zu überprüfen.

Guardian, 27.05.2026