Benachbarte Staaten interessiert an Beitritt zur EAC - 02/2012

Aus Tansania Information
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Zu Bedingungen

Die EAC ist der einzige regionale Block in Afrika, der das Stadium eines gemeinsamen Marktes und des ungehinderten Verkehrs für Waren, Kapital und ausgebildete Arbeitskräfte erreicht hat. Deshalb interessierten sich viele Staaten für einen Beitritt, sagte, Außenminister Membe. Swahili sei die lingua franca, deshalb müsse jedes Beitrittsland bereit sein, Swahili zu verwen-den, zu verstehen und ohne Übersetzer zu sprechen. Wer dazu nicht bereit sei, disqualifiziere sich. (DN 12.9.11)

Komoren und Somalia

Die beiden Staaten signalisierten Interesse am Beitritt zur EAC. (DN 12.9.11)

Südsudan

Wegen wirtschaftlicher Interessen würden die Staatsführer der EAC einen Beitritt dieses im Juli 2011 neu gegründeten Staates begrüßen. Schon im Februar '11 erklärten die Präsidenten Kenias und Ugandas, Südsudan würde in der EAC willkommen geheißen.

Präsident Kirr sagte, sein Land sei an einem Beitritt interessiert, damit es in den Genuss der Vorzüge regionaler Integration komme. Dieses Binnenland benötigt ein Tor zur Welt. Mit der EAC betreibt es 80 % seines Handels. Es hat viele kulturelle Verbindungen zu Ostafrika.

Der Südsudan begann, mit mehreren Firmen über den Bau einer 200 km langen Verbindung zur vorhandenen Pipeline von Mombasa nach Eldoret (Kenia) zu beraten. Es könnte dann sein Öl an Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, Tansania und an die DRCongo liefern.

Vor etwa zwei Jahren hatte Südsudan einen Beobachterstatus in der EAC beantragt. Der Antrag wurde abgelehnt, weil das Land noch Teil des Sudan war.

Anfang Oktober sagte Präsident Kirr, die guten Beziehungen zur EAC zeigten deutlich, dass sein Land immens von der EAC profitieren werde; man zögere nicht, die Aufnahme zu beantragen. Im Dezember 2011 stellte der Staat Südsudan den offiziellen Antrag. (DN 29.8./12.9./4.12.11; Guardian 29.8.11; Citizen 13.9./5./ 8.10.11; Arusha Times 24.9.11)

Sollte Nordsudan Teil der EAC werden, gäbe es Probleme, denn Südsudan hat einen hohen Preis für seine Unabhängigkeit gezahlt. Als es unabhängig wurde, ging ein 21-jähriger Krieg, einer der blutigsten Konflikte, zu Ende. Sein Befreiungskrieg wurde von Nachbarländern unterstützt. Uganda lieferte Waffen und schickte Soldaten. Nordsudan dagegen unterstützte die Lord's Resistance Army, die Ugandas Präsident seit 1988 stürzen will. (Citizen 5./8.10.11)

Nordsudan

Noch vor dem Südsudan beantragte die Republic of Sudan Aufnahme in die EAC. Beim EAC-Gipfeltreffen wurde der Antrag negativ beschieden, denn dieser Staat erfülle die Bedingung geographischer Nähe zu diesem Zeitpunkt nicht. Auch sein Umgang mit den Menschenrechten sei fragwürdig; dort herrschten religiöse Intoleranz, krasser Rassismus und Kriegstreiberei, äußerten Tansania und Uganda.

Nachdem das Land sich viele Jahre mit dem nun dahinschmelzenden Nordafrika identifiziert hatte, sucht es jetzt eine afrikanische Identität. (DN12.9./ 4.12.11; Guardian 29.8./8./9.11; Citizen 13.9./8.10.11; East African 18.9.11, Arusha Times 24.9.11)