Aussenbeziehungen ‐ 12/2021

Aus Tansania Information
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Uganda

Der ugandische Präsident Museveni besuchte Ende November Tansania. Im Zentrum des Besuchs steht die geplante Pipeline, die von den ugandischen Ölfeldern an der kongolesischen Grenze durch Tansania nach Tanga führen soll. Beide Staaten erhoffen sich große Einnahmen und wirtschaftliche Anstöße von dem Projekt im Wert von $ 3,5 Mrd. bei dem Tansania Kenia als ursprünglich geplantes Transitland verdrängt hatte. Die Verträge zwischen beiden Ländern und den französischen und chinesischen Förderfirmen sind unterzeichnet, aber die Durchführung hängt noch an der nötigen Finanzierung durch Kredite, für die sich die Firmen eine Reihe von Absagen eingehandelt haben, die mit Umweltbedenken begründet werden.

Beim Zusammentreffen mit Präsidentin Samia sprach sich Museveni erneut für eine politische Föderation der ostafrikanischen Staaten aus.

Citizen 27. + 29.11.2021, CGTN (China) 20.11.2021

Ostafrikanische Gemeinschaft

Am 22. November stimmte der ostafrikanische Ministerrat der Aufnahme der Demokratischen Republik Kongo in die Staatengemeinschaft zu. Der Kongo grenzt an 5 Mitgliedsstaaten, und derzeit gibt es Pläne zum Ausbau der Verkehrsverbindungen von Burundi und Uganda dorthin. Der Ostkongo bezieht einen Großteil seiner Importe über die Häfen Tansanias und Kenias. Auch ein Teil der Kupferexporte aus der mineralreichen Katangaprovinz Kongos wird über Dar es Salaam abgewickelt.

Citizen 24.11.2021

Ägypten

Mit einem Besuch in Kairo versuchte Präsidentin Samia, die Beziehungen zwischen Tansania und Ägypten zu verstärken. Ägyptische Firmen bauen derzeit am Rufijifluss den viertgrößten Staudamm Afrikas, zugleich den neuntgrößten weltweit. Das Projekt soll im kommenden Jahr übergeben werden und die tansanische Stromversorgung sichern. Samia warb um ägyptische Touristen und freute sich über den Beginn von Swahiliunterricht am Nil. Gegenüber ägyptischen Unternehmern warb sie für Investitionen in Tansania, und nannte dabei Viehzucht, Landwirtschaft, Energieerzeugung, Bergbau und verarbeitende Industrien als Bereiche, in denen die Türen ihres Landes offen stünden.

Guardian 11.11.2021, DN 11.11.2021

USA

Der US-Botschafter bezeichnete die Zusammenarbeit zwischen CCM und Opposition in Sansibar als ein Vorbild, das er sich auch für Festlandstansania wünsche. Auf Sansibar war nach bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen um die Wahl von 2010 eine Verfassungsänderung durchgeführt worden, die der größten Oppositionspartei eine Beteiligung in einer Regierung der Nationalen Einheit garantiert. Dies hat zwar keine freien Wahlen in den Folgejahren gebracht, aber zur Beruhigung der Situation nach der Wahl von 2020 beigetragen.

Citizen 11.11.2021