Aktuelles: Weitere Meldungen – 6/2019

Aus Tansania Information
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Der Industrielle Reginald Mengi starb im Alter von 77 Jahren und wurde unter großer Anteilnahme in Moshi bestattet. Er genoss besonderes Ansehen, weil er die gesellschaftliche Verantwortung von Kapitaleignern und Unternehmern vorbildlich praktizierte. Mengi unterstützte Sportvereine, benachteiligte Kinder, Behinderte, Kooperativen von Frauen und Jugendlichen, Gemeindebanken, Sparvereine und vergab Stipendien. Er engagierte sich im Kampf gegen HIV/AIDS, Brustkrebs, Polio und Fistula. Sein besonderes Interesse galt dem Umweltschutz in der Kilimanjaro-Region sowie dem Kampf gegen die Korruption.

Mengi hat zusammen mit seiner ersten Frau eine Unternehmensgruppe aufgebaut, deren Wert auf $ 560 Mill. geschätzt wird. Er besaß den Medienkonzern IPP (Zeitungen, Radio- und Fernsehstationen, vgl. TI April 19, S. 6) und Beteiligungen an Bergwerken, Erdölfirmen, KFZ-Montage sowie Pharma- und Kosmetikproduktion. Seine Überzeugungen beschrieb er in seiner Autobiografie „I can, I must, I will“.

Gervas Nyaisonga wurden erster Bischof der neuen katholischen Erzdiözese Mbeya. Sie umfasst die Bistümer Iringa, Mbeya und Sumbawanga. Zum neuen Erzbischof von Mwanza wurde Renatus Nkwande geweiht.

Dr. George Fihavango wurde zum neuen Bischof der lutherischen Süddiözese (Njombe) gewählt. Sein Stellvertreter ist Dr. Gabriel Nduye.

Ab Juni sind in Tansania alle Arten von Plastikbeuteln mit Ausnahme von Schutzverpackungen von Medikamenten und Lebensmitteln verboten. Wer mit Plastiktüten ertappt wird, muss TZS 30.000 Strafe zahlen. Das Polytechnische College führt Kurse zur Herstellung von Behältnissen aus Papier, Sisal, Baumwolle, Leder und Bananenblättern durch. Touristen müssen Plastiktüten u.ä. bei der Einreise abgeben. Erlaubte Behälter (z.B. für Hygiene-Artikel) darf man nicht in Tansania zurücklassen.

Am 55. Tag der nationalen Einheit erklärte der CCM-Parteisekretär überraschend, das Land benötige eine neue Verfassung, um die Union zwischen Festland-Tansania und Sansibar zu festigen. Präsident Magufuli hatte bisher eine Verfassungsreform als überflüssig bezeichnet. Er begnadigte anlässlich des Unionstages 3.500 Häftlinge.

Die sansibarische Regierung beauftragte Wissenschaftler, die Ursachen häufiger Bodenabsenkungen zu prüfen, bei denen schon Häuser, Fahrzeuge und Wassertanks beschädigt wurden.

Anhaltende Regenfälle überfluteten in Dar es Salaam 500 Häuser; Schulen mussten geschlossen werden und die DART-Schnellbuslinie fiel aus. Im Kyela-Distrikt starben fünf Personen bei Überschwemmungen, 2.570 wurden obdachlos.

Die Fälle von Dengue-Fieber in Dar es Salaam stiegen um 50% auf 1.809 an. Landesweit wurden 1.901 Patient/innen registriert. Die Krankheit wird von Moskitos übertragen.

Ein Abgeordneter schlug vor, in Tansania Cannabis für medizinische Zwecke anzubauen. Uganda und vier weitere afrikanische Länder bauen ein solches Projekt auf, von dem hohe Gewinne erwartet werden.

Citizen 26., 27.,29.04.; 02.,04.,13.,17.05.19; DN 02.,11.,15., 17.05.19; East African 02.05.19; Guardian 03.,08.,13.05.19; Mwanahalisi 12.05.19; Mwananchi 03.05.19