Aktuelles: Weihnachtsbotschaften 2016 - 01/2017

Aus Tansania Information
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Soweit sich die Inhalte der Weihnachtspredigten in der Presse spiegelten, forderten die Prediger zu Eintracht, Zusammenarbeit, Friedfertigkeit, Ehrlichkeit und harter Arbeit auf. Mehrfach wurde mehr soziale Gerechtigkeit angemahnt, vor allem der Ausgleich zwischen extrem Armen und Reichen. Sowohl lutherische wie katholische Kirchenführer sprachen sich gegen Abtreibung und für verstärkten Schutz von Frauen und Mädchen aus. Einige warben für entschiedenen Schutz der Umwelt. Die Einschränkungen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit im Land fanden keine Erwähnung.

Präsident Magufuli besuchte den Weihnachtsgottesdienst zusammen mit seiner Gattin in Singida. Er erzählte der begeisterten Menge, während des Wahlkampfes habe ihm eine Nonne einen Rosenkranz geschenkt, der ihm zum Wahlsieg verhelfen solle, was er ja auch getan habe. JPM forderte die Christ/innen dazu auf, nicht die Regierung für wirtschaftliche Probleme verantwortlich zu machen, sondern selbst hart zu arbeiten. Dies sei der einzige Weg zu wirtschaftlicher Entwicklung. Die Landwirte sollten reichlich Sonnenblumen anbauen, die auch bei der herrschenden Trockenheit wachsen und damit die neue Ölfabrik auslasten.

Das übliche Gedränge an den Überlandbussen zur Weihnachtszeit blieb dieses Jahr ebenso aus wie Preissteigerungen bei Fahrkarten und Lebensmitteln. Das Geld sei knapper als in früheren Jahren, so die Händler. Geschäftsleute klagen über undurchschaubare Steuern, Abgaben und Bußgelder, fehlende Kaufkraft und die Rückkehr unzähliger Straßenhändler, die weder Steuern noch Standgebühren zahlen und daher billiger anbieten können. Viele Kunden sparten bereits für Schulbedarf und im Januar fällige Steuern. Die Verkäufe von Bananen aus Kilimanjaro, Mbeya und Morogoro gingen um die Hälfte zurück, die Preise sanken um bis zu 50%. [Zur viel kommentierten Kaufkraft-Krise s. TI Feb. 2017].

Citizen 17.,26.12.16; DN 26.12.16; Guardian 13.,17.,23.,26.12.16