Aktuelles: Verschiedenes - 07/2015

Aus Tansania Information
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Mwalimu Nyerere Memorial Academy

Die Nyerere-Akademie in Kivukoni, DSM, erhielt einen akademischen Lehrstuhl mit dem Titel „Mwalimu Nyereres Schatzkästlein“ ("Kibweta cha Mwalimu Nyerere."). Er bietet einen einjährigen berufsbegleitenden Kompaktkurs für Führungspersonen an. Sie werden dabei in Vorlesungen und praktischen Übungen in Führungskultur, Ethik und Regierungskunst im Geist des Gründerpräsidenten Julius Nyerere eingeführt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Auseinandersetzung mit Charisma, Hingabe und Integrität von Nyereres Persönlichkeit, aber auch mit seinen Irrtümern in wirtschaftlichen Fragen.

DN 19.05.14

Landesgrenzen, Verteidigung

Das Landministerium wird bis 2017 die etwa 4000 km lange Landesgrenze mit insgesamt 10 Nachbarländern überprüfen und markieren. Damit sollen Konflikte vermieden werden. Diese wird man jedoch kaum umgehen können, wenn es um die Grenze mit Malawi auf dem Nyassa-See geht.

Präsident Kikwete stellte zwei neue Patrouillen-Schiffe chinesischer Herkunft in Dienst. Sie wurden nach den Heimatdörfern Nyereres und Kikwetes benannt. Die Schiffe sind die größten der tansanischen Marine und sollen den Kampf gegen Seeräuber und illegale Hochseefischer, sowie den Schutz der Öl- und Gasfelder im Indischen Ozean verstärken. Bisher war das Land bei Hochsee-Einsätzen auf die Hilfe ausländischer Kriegsschiffe angewiesen. Weitere Modernisierungsmaßnahmen sollen demnächst die Schlagkraft der tansanischen Streitkräfte stärken.

Das Regionalzentrum gegen leichte Waffen (RECSA, eine gemeinsame Initiative von AU und EU - www.recsasec.org) plant 2016 eine Entwaffnungsaktion in Ostafrika. In der Region sind etwa 100 Mill. sogenannte leichte Schusswaffen im Umlauf, vor allem unter den halbnomadischen Viehhaltern. Dort herrsche eine regressive Kultur, die junge Männer zum Waffentragen ermutige. Man will nach dem erfolgreichen Modell vorgehen, mit dem Uganda durch Aufklärung, Gesundheits- und Sicherheitsdienste die unruhige Karamojang-Region befriedet hat. Die Weltbank betonte den engen Zusammenhang zwischen Sicherheit und wirtschaftlicher Entwicklung. Sie will die Arbeit der RECSA unterstützen.

Der RECSA-Generalsekretär beglückwünschte Tansania für seine Anstrengungen gegen die Verbreitung illegaler Waffen. Tansania ist seit 2008 dabei, die Waffen von Armee, Polizei und legalen Waffenbesitzern zu markieren. Tansania erhielt von den USA zwei Markiermaschinen, um den Prozess zu beschleunigen.

Citizen 25.,29.04.15; DN 29.04.; 26.05.15; Guardian 29.04.15

Fußball-Frauen nach Berlin

Auf Einladung von „Discover Football“ (www.discoverfootball.de) besuchen sechs Fußballerinnen aus der Kagera-Region Berlin. Dort werden sie eine Woche lang mit deutschen Kolleginnen trainieren. 25 Frauen im Misenyi-Distrikt gründeten einen Fußball-Club, den ersten der Region.

DN 14.06.15

Entschuldigung gefordert

Der Abgeordnete des Rombo-Distrikts forderte eine öffentliche Entschuldigung vom Distriktschef. Dieser hatte den Männern seines Distrikts exzessiven Alkoholmissbrauch vorgeworfen. Der gehe so weit, dass die Trinkfreudigen ihren Gattinnen deren eheliche Rechte vorenthielten. Diese sähen sich gezwungen, auf Männer aus dem benachbarten Kenia zurückzugreifen. Das sei unzutreffend und eine schwere Beleidigung.

Die Polizei hatte 52 Verdächtige festgenommen, die einen illegalen Schnaps namens „Gongo“ hergestellt und verkauft hatten. Dabei wurden 3.500 Fässer mit Molasse und anderen Ingredienzien beschlagnahmt, die für 1,8 Mill. Liter ausgereicht hätten. Um dem Gebräu mehr Durchschlagskraft und Suchtpotential zu verleihen, setzten ihm die Hersteller gefährliche Substanzen zu wie Ammoniumsulfat, Ammoniumnitrat, Mangan, Batteriesäure und menschliche Fäkalien. In der Gegend werden 45 verbotene Alkoholika hergestellt. In DSM waren kürzlich mehrere Gongo-Konsumenten einschließlich des Brauers selbst gestorben.

Citizen 22.05.15; DN 21.,22.06.15