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Aktuelle Version vom 6. Januar 2019, 21:21 Uhr

Nachhaltige Produktion

Das „Zentrum für sauberere Produktion“ (Cleaner Productions Centre of Tanzania – www.cpct.or.tz) veranstaltete in Mwanza ein Seminar für ressourceneffiziente und saubere Produktion (RECP). Im Rahmen des Victoriasee-Umweltprojekts (LVEMP II) wollen fünf Anliegerstaaten der besorgniserregenden Belastung des Sees durch Tourismus, Landwirtschaft, Fischerei, Energieerzeugung und Produktionsbetriebe entgegentreten. Bei dem Seminar wurden Betriebe vorgestellt, die die Umweltschutz-Empfehlungen erfolgreich umgesetzt und damit Kosten eingespart haben. Die Unternehmen aus den Branchen Textil, Fischerei und Getränke- und Pulverkaffee-Herstellung profitierten durch Recycling, rationellen Rohstoffeinsatz und Schadstoffreduktion.

Der CPCT-Direktor berichtete, die Investitionen zahlten sich in null bis sieben Jahren aus. Er bedauerte, dass bisher erst 27% der Firmen am der tansanischen Seeufer die Empfehlungen des Zentrums aufgenommen hätten und forderte, verpflichtende Umwelt- und Produktionsstandards nach dem Muster entwickelter Länder einzuführen. Auch steuerliche Anreize sollten geschaffen werden, um das Victoriasee-Becken bei ständig wachsender Bevölkerung bewohnbar zu halten. Citizen 13.07.15

Dürre in Simanjiro, Kilimanjaro

Die Bevölkerung im Simanjiro-Distrikt (Manyara-Region) bat die Regierung um Nahrungsmittelhilfe. Wegen dürftiger Regenfälle zur Pflanzzeit könne fast nichts geerntet werden. Auch die großen Viehherden der Maasai-Bevölkerung seien bedroht. Der Entwicklungsbeauftragte des Distrikts empfahl, die Tiere teilweise zu verkaufen, um Nahrungsmittel zu beschaffen. Der Landwirtschaftsminister bestätigte das Dürreproblem. Die Regierung erwarte Nahrungsmittel-Engpässe in neun Regionen des Landes.

In der Kilimanjaro-Region sind die Distrikte Same, Mwanga, Moshi-Land, Siha und Hai von Dürre betroffen. 87.500 Menschen benötigen 9.110 t Mais aus der Nahrungsmittelreserve. Die Region wurde in den letzten Jahren immer wieder von Naturkatastrophen wie Hagelstürmen, Überschwemmungen und Raupenplagen heimgesucht.

DN 05.07.15; Guardian 12.07.15

Städtische Sauberkeit

Arusha wurde am diesjährigen nationalen Umwelttag zur saubersten Großstadt des Landes erklärt. Der Stadtrat erließ strenge Regelungen; wer Abfall wegwirft, zahlt bis TZS 100.000 Strafe und muss an Reinigungsaktionen teilnehmen. Die Arusha-Region will auch auf kommunaler, Distrikts- und Dorfebene eine saubere Umwelt erreichen.

Moshi sieht seinen Status als sauberste Kommune Tansanias gefährdet, da nur 18% der Bevölkerung an das Abwassersystem angeschlossen sind. Die Bevölkerung soll motiviert werden, Fäkalien auf hygienische Weise zu Dünger zu verarbeiten.

Auch Mwanza, bisher sieben mal zur saubersten Großstadt erklärt, muss in sein von Starkregen beschädigtes Abwassersystem investieren. Der Stadtdirektor erklärte, dies sei oberste Priorität des Stadtrats. Der Fluss Mirongo, der durch die Stadt in den Victoriasee fließt, ist stark durch Abfälle und Abwasser-Einleitungen belastet.

Citizen 22.06.15; Pesa Times 02.02.15