Aktuelles: Sicherheit - 03/2019

Aus Tansania Information
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Verschärfte Grenzkontrollen

Der Regionalchef von Katavi schloss einen grenznahen Flugplatz, weil Waffen aus Burundi eingeschmuggelt wurden und das Wildern im Tongwe-Wildschutzgebiet zunahm. Mehrere Personen wurden mit Sturmgewehren und Maschinenpistolen angetroffen. In der Region leben viele Burunder, teils als Flüchtlinge (seit 1972), teils als eingebürgerte Tansanier.

Premier JK Majaliwa ordnete strengere Kontrollen an der Grenze zwischen dem Rombo-Distrikt und Kenya an. Es gebe dort 340 illegale Grenzübergänge, wo Personen, Schmuggelgut und Waffen passierten.

Innenminister K. Lugola pries die Polizeikräfte für ihre Wachsamkeit und ihr Engagement bei der Bekämpfung von Verbrechen. Diese seien 2018 um 0,8% auf 591.803 Fälle zurückgegangen.Öffentlichkeit, Touristen und Investoren könnten sich sicher fühlen. Lugola sagte bei einer HelpAge-Tagung, die Polizei verfüge über eine Spezialeinheit, um die Morde an Alten zu bekämpfen. Sie werde alle derartigen Morde bis 2023 beenden.

DN 05.,15.,18.,24.02.19

Viel diskutierte Mordfälle

Ein Gemeindepriester und der Chadema-Abgeordnete von Rombo, Kilimanjaro-Region warfen der Polizei vor, Mordfälle nachlässig zu verfolgen, wenn örtliche Prominente im Spiel seien. Im Februar war eine Frau, deren Sohn Essen gestohlen haben soll, von sechs Frauen erschlagen worden. Die Tochter der Ermordeten forderte den Innenminister zum Eingreifen auf. 2017 sei bereits ihr Vater auf ähnliche Weise umgekommen. 2018 war im Distrikt eine Frau getötet und ein Kind vergewaltigt worden. Die Täter sollen bekannt sein. Der Vorsitzende der Rechtshelfer in Rombo sagte, Gewalttaten nähmen weiter zu, aber Viele fürchteten, sie anzuzeigen. Sie hätten kein Vertrauen mehr in die örtliche Polizei.

In der Singida-Region drangen Verwaltungsbeamte in einen adventistischen Gottesdienst ein, schlugen Gläubige und erschossen einen 28-Jährigen. Die Polizei verhaftete die vermutlichen Täter. Sie hätten Steuerrückstände eintreiben oder Streit um ein Grundstück klären wollen. Der Minister für Lokale Verwaltung bedauerte den Vorfall. Citizen 05.,06.,07.,18.02.19; Guardian 06.02.19

Kindermorde beunruhigen Bevölkerung

Im Busega-Distrikt, Simiyu-Region wurden innerhalb von drei Monaten drei Mädchen von 9 bis 11 Jahren getötet und ihnen Körperteile entnommen. Der Regionalchef ließ eine anonyme Befragung durchführen, um die Schuldigen zu identifizieren.

In der Njombe-Region wurden während eines Monats 10 Kinder getötet, auch bei ihren Leichen fehlten Sexualorgane und Glieder. Dies gilt als Anzeichen dafür, dass die Mörder die Körperteile für magische Zwecke verwenden, entweder im Rahmen von Familienstreitigkeiten oder, um sich Reichtum und Erfolg zu verschaffen. In Ludewa wurden drei, in Wanging‘ombe ein Mann unter dem Verdacht Kindesentführer zu sein getötet.

Die Regierung entsandte den stellvertretenden Innenminister und den Armee-Chef nach Njombe, um die Taten aufzuklären. 29 Verdächtige wurden verhört, darunter traditionelle Heiler. Eltern und Kinder erhielten Sicherheitsschulungen. Ein Sprecher der katholischen Bischofskonferenz und der Bischof von Njombe verurteilten scharf die Kindermorde und den dahinter stehenden Aberglauben.

Citizen 03.,04.,05.,08.,14.,15.02.19; Guardian 04.,06., 08.02.19; Mtanzania 05.,26.02.19; Mwananchi 06.02.19