Aktuelles: Präsidentenbesuche in Ostafrika - 08/2015

Aus Tansania Information
Wechseln zu: Navigation, Suche

Obama in Ostafrika

US-Präsident B.H. Obama besuchte Kenya und Äthiopien mit einer großen Delegation aus Wirtschaft und Politik der USA. Er begeisterte die Ostafrikaner mit symbolischen Gesten, dem Bekenntnis zu seiner afrikanischen Herkunft und optimistischen Äußerungen zum Potential Afrikas. „Afrika ist in Bewegung. Menschen entkommen der Armut, die Einkommen steigen und die soziale Mittelklasse wächst.“

Private Unternehmen als Zugpferde

Beim Bemühen um wirtschaftliche Unabhängigkeit gehe es um „inklusiven Wohlstand“, der am besten durch private Initiative erreicht werde. Die USA und Kenya veranstalteten gemeinsam den 6. Global Entrepreneurship Summit (GES) in Nairobi (den Ersten in Afrika). Amerikanische Organisationen und Privatunternehmen kündigten milliardenschwere Starthilfen für Unternehmensgründer weltweit und für Ostafrika an. Der Ostafrikanische Unternehmensrat wies darauf hin, dass lokale Unternehmen bei größeren Projekten oft wegen Kapitalmangels nicht zum Zug kämen.

Frauen und Jungunternehmer bevorzugt

Die Hälfte der Starthilfen für Unternehmer soll Frauen und Jungunternehmern zugute kommen. In Kenia, Mali und Sambia sollen Women’s Entrepreneurship Centres of Resources, Education, Access and Training for Economic Empowerment (WECREATE) eingerichtet werden. Weitere Trainingseinrichtugen für Frauen, die Informationen und Erfahrungen austauschen sollen, wie die Women's Venture Xchange Africa Initiative und Mara Foundation wurden angekündigt. Auch für marginalisierte Jugendliche werden verschiedene Programme aufgelegt, die 25.000 jungen Afrikanern Basiskenntnisse in Lebens- und Geschäftsplanung, sowie Mentoren vermitteln.

Citizen 26.07.15; East African 26.07.15; Guardian 26.07.15;

Altpräsidenten suchen Friedenskonzept

Die Weltfriedensstiftung, die Ostafrikanische Gemeinschaft und die Sansibar-Regierung veranstalteten eine globale Führungskräfte-Konferenz zur Friedenssicherung auf Sansibar. Regierungsmitglieder, darunter acht Altpräsidenten, sowie geistliche und unternehmerische Führungskräfte sollen Lösungen für die inner- und zwischenstaatlichen Konflikte erarbeiten. Der frühere Zansibar-Präsident A. Karume sagte bei der Eröffnung, unethischer Führungsstil, Korruption und verantwortungslose Regierung verursachten Instabilität und hemmten die wirtschaftliche Entwicklung. Viele afrikanische Führungskräfte stellten ihre persönlichen Interessen in den Vordergrund und setzten sich über die Landesverfassung hinweg.

Die kenianische „Africa Review“ stellte eine Übersicht über die Gehälter 38 afrikanischer Staatspräsidenten zusammen. Tansanias J. Kikwete steht dabei an fünfter Stelle mit stattlichen $ 192.000 p.a.; Dies entspräche dem 109-fachen Pro-Kopf-Einkommen in Tansania. Das Präsidentenbüro dementierte heftig, Kikwete verdiene weniger als mancher Direktor, nannte jedoch keine Zahl.

DN 23.,28.07.15; Guardian 21.,28.07.15; Malawi 24