Aktuelles: Internationale Beziehungen - 01/2017

Aus Tansania Information
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Das Botschaftspersonal in 35 Ländern wurde verkleinert, um Kosten zu verringern. Die Botschaften sollen sich vor allem darum bemühen, mehr Touristen und Investoren nach Tansania zu bringen.

Ein Schiff unter tansanischer Flagge wurde vom ukrainischen Küstenschutz aufgebracht, als es einen Hafen auf der Krim anlaufen wollte.

Malawi soll bei den UN gegen Tansanias Anspruch auf die Hälfte des Malawi- bzw. Nyassa-Sees protestiert haben. Die umstrittenen Uferzonen bergen Öl- und Gasvorkommen, für die Malawi Lizenzen an VAE-Firmen vergeben hat. Tansania besteht darauf, die Mediationsbemühungen afrikanischer Altpräsidenten weiter zu führen und will mit Malawi über gemeinsame Projekte (Tourismus, Verkehr, Energie) verhandeln. Am Songwe-Fluss ist ein $ 500 Mill.- Staudamm geplant, der Malawi und Tansania durch Stromerzeugung (180 MWh), großräumige Bewässerung (6.000 ha), Wasserversorgung und Überschwemmungskontrolle nützen soll.

Die amerikanische AIDS-Koordinatorin drohte mit deutlichen Worten, das AIDS-Hilfe-Programm (PEPFAR) zu kürzen, wenn homosexuelle Männer nicht ebenso unterstützt würden wie alle HIV-Infizierten. Sie auszugrenzen gefährde die Wirksamkeit der ganzen Kampagne. Homosexuelle Handlungen sind in Tansania strafbar. Die USA gewährten Tansania im letzten Jahr $412 Mill. für Vorbeugung, Tests und antiretrovirale Medikamente. Seit 2002 ging die AIDS-Infektionsrate von 12 auf 5% zurück.

Irland unterstützt mit € 500.000 das UN-Ernährungsprogramm für Flüchtlinge. Derzeit fliehen etwa 10.000 Menschen im Monat nach Tansania, die Meisten aus Burundi.

Ein britisch-chinesisch-französisches Konsortium beginnt 2017 mit dem Bau einer 1110 km-Rohöl-Leitung von Uganda nach Tanga. Die Kosten werden auf $ 4 Mrd. geschätzt, 15.000 temporäre und 2.000 permanente Arbeitsplätze werden erwartet.

Beim Besuch des sambischen Präsidenten Lungu in Tansania bedauerten beide Staatsführer den Niedergang der TAZARA-Bahn und der TAZAMA-Öl-Pipeline. Die beiden Unternehmen sollen durch besseres Management wieder Gewinn bringen.

DN 01.,02.,08.,10.12.16; Guardian 29.11.; 05.,09.,21.12.16; Nyasa Times 05.12.16; UN World Food Programme 01.12.16