Aktuelles: Flüchtlinge und Migranten - 09/2017

Aus Tansania Information
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In der DR Kongo, Uganda, Ruanda und Tansania befinden sich derzeit 534.000 Flüchtlinge aus Burundi. Tansania beherbergt davon 242.266 in drei Lagern in der Kigoma-Region. Die geplanten UN-Finanzmittel stehen nur teilweise zur Verfügung, so dass die Geflohenen nur mit dem Nötigsten versorgt werden können. Die UNHCR-Beauftragte nennt als wichtigste Probleme:

  • Nur 35% können in regulären Unterkünften wohnen
  • Schulräume und Lernmaterial fehlen
  • Die meisten Flüchtlinge können nicht in ihrem erlernten Beruf arbeiten
  • Sexuelle und geschlechtsbezogene Gewalttaten nehmen zu, u.a. wegen hohen Alkoholkonsums
  • Personal fehlt, um Flüchtlinge zu erfassen und ihre Aufenthaltsberechtigung zu prüfen
  • Krankheiten können nur provisorisch behandelt werden; Malaria breitet sich aus
  • Wasserversorgung und Sanitäranlagen sind unzureichend

Viele leben seit Jahrzehnten in den Lagern. 162.000 Burunder wurden in Tansania eingebürgert. 7.450 haben sich für eine freiwillige Rückkehr registriert. Das Innenministerium bereitet zusammen mit UNHCR-Vertretern die Rückführung vor. Präsident Magufuli hält die Situation in Burundi für sicher.

Die Grenzen mit Kenia und Uganda sollen besser überwacht werden, da dem Innenministerium zufolge zunehmend Bürger dieser Länder ohne die erforderliche Genehmigung einwandern und Arbeit suchen.

Die Internationale Organisation für Migration ist besorgt über den ständigen Migrantenstrom aus Äthiopien über Kenia-Tansania nach Südafrika. Die IOM bat die EU um finanzielle Hilfe, um 500 in Tansania gestrandete Äthiopier zu repatriieren.

Citizen 01.07.; 04.08.17; DN 06.08.17; Guardian 12.08.17