Aktuelles: Flüchtlinge - 06/2015

Aus Tansania Information
Wechseln zu: Navigation, Suche

Flüchtlingswelle aus Burundi

In Burundi will Präsident P. Nkurunziza entgegen dem „Arusha Accord“ von 2000 für eine dritte Amtszeit kandidieren. Seine Anhänger terrorisieren Gegner und Presse mit massiven Gewaltmaßnahmen. Bisher sind etwa 100.000 Menschen nach Tansania geflohen. Etwa 50.000 Asylsuchende kamen in das kleine Dorf Kagunga am Tanganyikasee. Dort brach die Wasserversorgung und die sanitäre Infrastruktur zusammen. Etwa 12.000 Personen leiden an gefährlichem Durchfall, 588 Cholerakranke wurden behandelt, 33 starben an der Krankheit.

Die UN-Flüchtlingsagentur (UNHCR) versucht, möglichst Viele mit der historischen Fähre MV Liemba, die 600 Personen aufnehmen kann, nach Kigoma zu verlegen. Dort wurde im Stadion ein Durchgangslager eingerichtet, das die Flüchtlinge per Bus ins Lager Nyarugusu weiter leitet. Die UNHCR brachte Tausende von Zelten, Moskitonetzen, Kanistern und Solarlampen aus ihrem lokalen Lager in die Krisengebiete: Oxfam richtete eine Wasserversorgung ein. Weitere Asylsuchende werden erwartet, obwohl die burundischen Behörden Straßensperren errichtet haben, um die Fluchtbewegung einzudämmen. Die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) versucht, zwischen den burundischen Konfliktparteien zu vermitteln.

Citizen 18.,19.,21.05.15; Guardian 19.,20.,21.05.15; DN 18.,21.05.15; UN News Service 18.05.15