Aktuelles: Auslandsbeziehungen

Aus Tansania Information
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Europa

2017 besuchten 60.000 deutsche Touristen Tansania, sie verweilen auch länger als Andere im Land. Damit ist Deutschland nach den USA und England das drittwichtigste Herkunftsland. Deutsche Firmen investieren auch im tansanischen Hotelgewerbe. Der deutsche Staat unterstützt den Tourismus indirekt indem er Naturschutz und Biodiversität fördert (in den letzten sieben Jahren mit $ 100 Mill.). Weitere Touristen kommen aus China, Frankreich, den Niederlanden, Kanada und Australien.

Deutschland ist bereit, die 1906 in Tendaguru („steiler Hügel“), Lindi-Region gefundenen Saurier-Fossilien an Tansania zurückzugeben. Sie befinden sich im Naturhistorischen Museum Berlin. Voraussetzung für die Rückgabe ist ein Museumsbau für die tonnenschweren Funde. Tansania möchte am Fundort ein Saurier-Museum errichten.

Das Außenministerium nahm die Gespräche mit der EU über ein Partnerschaftsabkommen (Economic Partnership Agreement, EPA) wieder auf. Laut Außenminister sind noch „technische Einzelheiten“ zu klären. Das Parlament hatte 2016 das EPA abgelehnt, weil es nicht genügend Schutz der lokalen Industrie zulasse. Die erneuten Verhandlungen illustrieren das Bemühen Tansanias, seine Beziehungen zur EU zu verbessern. Diese waren abgekühlt, nachdem die EU ihren Botschafter wegen Menschenrechtsverletzungen abberufen hatte. Kenya und Ruanda sind dem EPA bereits beigetreten.

Zum ersten Mal wird das „Festival der Französischen Küche“ in Tansania begangen. Dabei können 30 tansanische Köche an einem Gourmet-Kurs teilnehmen. Das diesjährige Festival steht unter dem Motto „Nachhaltige und umweltschonende Gastronomie“.

Beim Besuch einer hochrangigen russischen Delegation pries Präsident Magufuli die gesunden Beziehungen zwischen beiden Ländern. Die Tansanier liebten Russland und lüden Touristen und Investoren ein. Tansania und Russland wollen eine „Ständige Gemeinsame Kommission“ bilden, die Handel, Rohstoffexport und Investitionen koordinieren wird.

Citizen 23.,28.02.; 14.,15.03.19; DN 20.02.19; East African 14.02.19

Asien, Ostafrika

Das Handelsministerium forderte indische Firmen auf, tansanische Cashew-Nüsse abzunehmen. Die Regierung hatte 2018 die gesamte Ernte von mehr als 220.000 t aufgekauft und sucht nun nach Abnehmern. Indien ist der viertgrößte Investor in Tansania. Seit 1990 entstanden 531 Projekte im Wert von $ 3,58 Mrd. mit insgesamt 59.000 Arbeitsplätzen. Tansania exportierte 2017 Waren für $ 983 Mill. nach Indien (meist unverarbeitete Rohstoffe) und importierte von dort Güter im Wert von $ 1,7 Mrd.

Trotz wiederholter Einigungsversuche behinderten Kenia und Tansania weiter den Warenaustausch durch (in der EAC eigentlich abgeschaffte) Qualitätskontrollen. Sie verzögern den Grenzübertritt um bis zu 30 Tage und verteuern die betreffenden Güter.

Der ruandische Präsident P. Kagame besuchte Tansania, um den Transit von Treibstoffen und Gütern durch Tansania zu sichern. Dies erscheint dringlich, weil sich Ruandas Beziehungen zu Uganda rapide verschlechtert haben. Ruanda schloss den wichtigsten Grenzübergang nach Uganda.

Citizen 15.03.19; East African 10.,16.03.19