Super-El-Nino

Im Juni warnte die Weltorganisation für Meteorologie davor, dass sich aufgrund der gegebenen gegenwärtigen Klima- und Wetterlage ein Super-El-Nino bilden könnte. Ein vergleichbares Ereignis in den Jahren 2015/2016 habe 36 Mio. Menschen in Ost- und Südafrika Hunger gebracht, erläuterte Tafadzwanashe Mabhaudhi, Professor für Klimawandel, Ernährungssysteme und Gesundheit sowie Direktor der The Lancet Countdown in Africa an der London School of Hygiene & Tropical Medicine. Angesichts der um mehr als 2 °C angestiegenen Wassertemperaturen im Atlantik gehen Wissenschaftler mit 100 %-iger Sicherheit davon aus, dass sich im Oktober 2026 bis Januar 2027 ein solcher Super-El-Nino bildet. Zu erwarten seien u.a. Dürre, Überschwemmungen, Wirbelstürme, extreme Hitze und weit überdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Vor allem Regionen, die bereits unter Dürre und Überschwemmungen leiden, seien in Gefahr. Tansania tue zu wenig, um sich vorzubereiten. Die staatlicherseits eingerichtete Aktionsgruppe produziere bisher vor allem Papier. Es sei jedoch höchste Eile geboten, um mit Koordinationsplänen, Vorräten, Notunterkünften und dem Vorhalten von Rettungsausrüstung vorzubeugen.

Guardian, 01.08.2026, EastAfrican, 24.08.2026, Citizen, 21.08.2026

Kilimanjaro-Seilbahn

Die tansanische Regierung hat bei der UNESCO eine Genehmigung für den Bau einer Seilbahn zum Kilimanjaro-Gipfel beantragt. Tourismusunternehmen lehnen solche Pläne mit Verweis auf die Arbeitsplätze in der Trekking-Industrie ab. Kilimanjaro-Nationalparkchefin Angela Nyaki verweist auf eine Verbreiterung des Angebots und bessere Rettungsmöglichkeiten. Der mögliche Investor ist Avan Kilimanjaro Ltd. (Investitionssumme: 74 Mio. $). Jährlich kommen mehr als 50.000 Bergsteiger, die 17.000 Träger und 3.000 Bergführer beschäftigen. Außerdem gibt es Umweltbedenken.

Citizen, 21.08.2026