Haushalt

Sansibar sei im Begriff, mit einer eigenen Börse und Investmentbank zu starten, und sich in den ostafrikanischen Kapitalmarkt einzufügen, so Finanzminister Dr. Juma Malik Akil. Mit diesem Schritt sollen bessere Voraussetzungen geschaffen werden, um privates Kapital für Investitionen in Tourismus, Infrastruktur, Fischerei, die blaue Wirtschaft und Produktion zu lenken. Ziel sei es, mit einer sansibarischen Börse für örtliche Unternehmen die Kapitalbeschaffung zu erleichtern und Ortsansässigen die Gelegenheit zu geben, in diese zu investieren. Die Investmentbank solle bei der Finanzierung von Großprojekten helfen und heimisches wie ausländisches Kapital anziehen. Bisher werden sansibarische Aktien an den Börsen der Nachbarländer gehandelt. Sansibar folgt in der Entscheidung für Börse und Investmentbank den Vorbildern von Mauritius und der Seychellen.

Für seinen Haushalt 2026/27 veranschlagt der Finanzminister 8,5 Bill. TZS mit einem Zuwachs von 22,11 %. Die Abhängigkeit von externer Finanzierung soll weiter von 4,9 % auf 2, 8 % sinken. Geplant sind Steuererhöhungen auf Veranstaltungstickets und Kabelfernsehen, importierte Fahrzeuge und auf Alkohol.

Citizen, 09./12.06.2026

Bodenschätze

Sansibars Wirtschaft basiert bisher v.a. auf Tourismus, Gewürzhandel und Fischfang bzw. die blaue Wirtschaft. Der Minister für Wasser, Energie und Bodenschätze Ali Hassan Mrisho gibt an, die Vorabuntersuchungen im Hinblick auf Bodenschätze seien vielversprechend und es gebe Hinweise auf Ilmenit, Rutil und Zirkon, sodass geophysische Studien und evtl. Probebohrungen als nächster Schritt sinnvoll seien. Bei aller Begeisterung über das Vorhandensein von abbaubaren Bodenschätzen habe jedoch der Erhalt der Umwelt als Basis des Tourismus Priorität. Es würden nun entsprechende Vorbereitungen getroffen, um Investoren anzulocken.

Guardian, 29.06.2026