Umwelt ‐ 10/2026

Aus Tansania Information
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El-Nino-Notfallplan

Die Meteorologen sagen für die Zeit zwischen September und Januar für Tansania einen Super-El- Nino voraus. Erster Starkregen wird Ende September/Anfang Oktober im Viktoriaseebecken, im nordöstlichen Hochland, dem nördlichen Kigoma und an der Nordküste erwartet. Staatsminister im Premierministerbüro Palamagamba Kabudi stellte einen entsprechend finanziell ausgestatteten vierstufigen Notfallplan vor. Der Kommentator findet es peinlich, dass Tansanias El-Nino- Notfallprogramm mit nur 10 Mrd. TZS um ein Vielfaches unterfinanziert ist. Benötigt würden 730 Mrd. TZS. Bereits im Vorfeld der Katastrophe schiele man zu möglichen Geberländern.

Chanzo, 02.09.2026, Guardian, 04.09.2026

Das Danish Refugee Council erwartet bis zu 3. Mio. Betroffene durch Überschwemmungen in Ostafrika. Die Auswirkung auf Landwirtschaft allgemein und die Ernte von Grundnahrungsmittel wie Mais und Reis im Besonderen ist gefürchtet. Die Afrikanische Entwicklungsbank warnt vor einer Reduzierung des BIP um 1-2 % und vor der Beschädigung von Infrastruktur (Straßen, Brücken). Vorhandene Töpfe für derartige Starkwetterkatastrophen existieren national wie international, reichten jedoch bei weitem nicht aus, um im eintretenden Ernstfall den Bedarf zu decken. Auch eine entsprechende Vorbereitung auf den Ernstfall ermöglichten sie nicht. Gelder müssen in der Regel aus anderen Bereichen (Gesundheit, Erziehung, Infrastruktur) abgezogen werden - zu den realen Erdrutschen komme damit noch ein finanzieller.

AfricaReport, 10.09.2026, EastAfrican, 12.09.2026

Ein erster Starkregen am 17. September machte die Schwachstellen in der Infrastruktur von Dar es Salaam sichtbar. Durch den Super-El-Nino 2023/24 hatten 155 Tansanier durch Überschwemmungen und Erdrutsche ihr Leben verloren, es hatte 236 Verletzte gegeben und mehr als 200.000 Geschädigte.

Guardian, 21.09.2026, DW, 07.09.2026